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Ihre Berufliche Schule Husum

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Gärtner/-in

Berufstyp: Duale Ausbildung | Ausbildungsdauer 3 Jahre

Eine lächelnde Frau mit rotem Haar kniet in einem Gewächshaus und pflegt Pflanzen in Töpfen, umgeben von üppigem Grün.
Die beiden Gärtnerinnen tragen rote Handschuhe und genießen die frische Luft, während sie durch die grüne Gartenlandschaft spazieren.
Die Frau in der grünen Schürze kümmert sich um ihre Pflanzen und nutzt ein Tablet zur Unterstützung.

Berufsbild

Es gibt nicht ein Berufsbild Gärtner / Gärtnerin, sondern je nach Fachrichtung ist der Beruf sehr variabel.

Die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ist die größte Fachrichtung. Sie sind für Freiraumgestaltung zuständig, alles was sich um Gebäude herum befindet. Dazu gehören Erdarbeiten, Entwässerungsarbeiten, Erstellen von Bauwerken wie Mauern, Terrassen, Carports, Zäunen, Rasenbau und -pflege, Anlage von Pflanzungen und Pflege von Pflanzungen, Pflege von Gehölzen und Hecken, Dachbegrünungen, Teichbau. …

Private Gartenbauunternehmen aber auch Städte und Kommunen beschäftigen Landschaftsgärtner und Landschaftsgärtnerinnen.

 

Die Fachrichtung Friedhofsgärtnerei ist für gärtnerische Arbeiten auf Friedhöfen und auch in Ruheforsten zuständig. Zu den Arbeiten gehört das Ausheben von Gräbern, die Bepflanzung und Pflege von Gräbern und die Gestaltung und Pflege der gesamten Friedhofsanlage. Außerdem geht es um die Produktion der für die Gräber benötigten Beet- und Balkonpflanzen, das Bepflanzen von Pflanzschalen und Binden von Gestecken.

 

Und dann gibt es noch fünf Fachrichtungen, die jeweils für die Produktion von Pflanzen zuständig sind. Außerdem werden neue Sorten gezüchtet:

Zierpflanzengartenbau: Es werden Beet- und Balkonpflanzen sowie Zimmerpflanzen vermehrt, gepflegt und verkauft. Auch Schalen werden bepflanzt.

Baumschule: Es werden Gehölze vermehrt, gepflegt und verkauft.

Gemüsebau: Gemüse wird angebaut, geerntet und verkauft.

Obstbau: Obstgehölze werden vermehrt, angebaut und gepflegt. Obst wird geerntet, gelagert und verkauft.

Staudengärtnerei: Stauden werden vermehrt, gepflegt und verkauft.

 

Mehr dazu im BERUFENET (Arbeitsagentur)

aber auch direkt bei den Fachverbänden:

Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Hamburg und Schleswig-Holstein: https://www.galabau-nord.de/

Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland: https://gartenbau-verband.de/home

Bund deutscher Baumschulen e.V. (Landesverband Schleswig-Holstein) https://www.bdb-schleswig-holstein.de

Ausbildung

Die Ausbildung zum Gärtner / zur Gärtnerin dauert in der Regel 3 Jahre und kann auf 2,5 Jahre (sehr gute Leistungen in der Zwischenprüfung + Antrag) oder 2 Jahre (Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder Allgemeiner Hochschulreife) verkürzt werden.

Die Berufsausbildung erfolgt im dualen System:

Die Auszubildenden haben einen Ausbildungsvertrag mit einem Gartenbaubetrieb, in dem die praktische Ausbildung erfolgt. Zusätzlich haben sie wöchentlichen Berufsschulunterricht, in dem überwiegend theoretische Anteile unterrichtet werden.

Außerdem gibt es über die Ausbildungszeit verteilt überbetriebliche Lehrgänge, die fünf oder vier Tage dauern. Die Anzahl variiert je nach Fachrichtung, in der die Ausbildung erfolgt.

Das bedeutet auch, dass Sie einen Ausbildungsplatz in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb benötigen, um Gärtner/-in zu lernen. Eine Anmeldung bei der Berufsschule reicht nicht aus.

Die Landwirtschaftskammer ist für die Anerkennung von Ausbildungsbetrieben zuständig und hier wird auch die Ausbildung und die Prüfung der angehenden Gärtnerinnen und Gärtner koordiniert.

Bei den verantwortlichen Ausbildungsberatern kann man sich informieren, welche Ausbildungsbetriebe es in Schleswig-Holstein gibt:

https://www.lksh.de/bildung/gruene-berufe/gaertnerin

 

Aufgrund der Bezirksfachklassenregelung sind wir für die schulische Ausbildung der angehenden Gärtnerinnen und Gärtner zuständig, deren Ausbildungsbetriebe im Kreis Nordfriesland liegen. Außerdem dürfen zu uns angehende Gärtner und Gärtnerinnen aus den Kreisen Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde kommen (Für diese beiden Kreise sind außer uns noch andere Berufsschulen zuständig.)

Im ersten Ausbildungsjahr beschulen wir Auszubildende in allen Fachrichtungen.

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr haben wir bei uns an der Schule nur Auszubildende der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.

Die Auszubildenden der produzierenden Fachrichtungen wechseln für das zweite und dritte Ausbildungsjahr an die Berufsschule nach Schleswig, wo sie differenzierten Unterricht erhalten. Dies geschieht, um den angehenden Gärtnerinnen und Gärtnern gemäß ihrer Fachrichtung ein möglichst gutes Angebot zu bieten und dennoch die Fahrtwege möglichst kurz zu halten.

Anforderungen

Um als Gärtner oder Gärtnerin erfolgreich zu sein, sollten folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Schulabschluss: In der Regel wird ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss (Realschule) erwartet.
  • Naturverbundenheit: Ein starkes Interesse an Pflanzen, Natur und Gartenarbeit ist entscheidend.
  • Körperliche Fitness: Die Arbeit im Gartenbau kann körperlich anstrengend sein, daher ist eine gute körperliche Verfassung wichtig.
  • Kreativität: Gärtner sollten ein Gespür für Gestaltung und Ästhetik haben, um ansprechende Gartenanlagen zu planen.
  • Teamfähigkeit: Gärtner arbeiten oft im Team und müssen sich gut mit Kollegen abstimmen.

Tätigkeitsfelder

Gärtner und Gärtnerinnen sind in verschiedenen Tätigkeitsfeldern aktiv, darunter:

  • Pflanzenproduktion: Anbau und Pflege von Zierpflanzen, Gemüse oder Obst in Gewächshäusern oder Freiland.
  • Landschaftsgestaltung: Planung und Gestaltung von Gärten, Parks und öffentlichen Grünanlagen.
  • Gartenpflege: Pflege und Instandhaltung von bestehenden Gartenanlagen, einschließlich Rasenpflege und Baumschnitt.
  • Verkauf: Beratung und Verkauf von Pflanzen und Gartenbedarf in Gartencentern oder Baumärkten.

Einsatzmöglichkeiten

Gärtner und Gärtnerinnen finden Beschäftigung in einer Vielzahl von Bereichen, darunter:

  • Garten- und Landschaftsbauunternehmen: In Firmen, die sich auf die Gestaltung und Pflege von Außenanlagen spezialisiert haben.
  • Baumschulen: In Betrieben, die sich auf die Anzucht und den Verkauf von Bäumen und Sträuchern konzentrieren.
  • Gartenbauzentren: In Gartencentern oder Baumärkten, wo sie Kunden beraten und Pflanzen verkaufen.
  • Öffentliche Einrichtungen: In kommunalen Gärten, Parks oder Grünflächen, wo sie für die Pflege und Gestaltung verantwortlich sind.

Karrieremöglichkeiten

Gärtner und Gärtnerinnen werden von Fachbetrieben gesucht.

Es gibt zahlreiche Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Durch Fachschulbesuch, Meister- und Technikerausbildung oder ein Studium an Fachhochschule oder Universität bis hin zu Promotion und Habilitation kann eine Weiterqualifizierung erfolgen.
  • Es gibt die Möglichkeit sich zu spezialisieren oder weiterzubilden. Hier sind nur einige Beispiele aufgeführt:
    • Greenkeeperin /Greenkeeper
    • Baumpfleger / Baumpflegerin
    • Gartentherapeut / Gartentherapeutin
    • Baumkontrolleurin / Baumkontrolleur
    • Landschaftspflegerin / Landschaftspfleger
    • ...
  • Auch bei der „normalen“ Arbeit im Betrieb kann man sich spezialisieren und sein Lieblingsarbeitsfeld finden. Es gibt Landschaftsgärtner und Landschaftsgärtnerinnen, die hauptsächlich Grünflächen pflegen, andere führen überwiegend Pflasterarbeiten aus. Einige übernehmen als Vorarbeiterin oder Vorarbeiter Verantwortung und leiten Baustellen, anderen reicht es aus tatkräftig mitzuarbeiten und auch abends zu sehen, dass gemeinsam etwas geschafft wurde.
  • Eine Selbstständigkeit ist auch möglich. Der finanzielle Aufwand dafür ist je nach Fachrichtung unterschiedlich. Abhängig vom angestrebten Arbeitsbereich werden unterschiedlich viele Maschinen benötigt. Im Produktionsgartenbau wird Freiland- oder/ und Gewächshausfläche benötigt.

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