Tastenkombinationen

Sie können die folgenden Tastenkombinationen verwenden, um schneller zu navigieren:

Fachschule für Bautechnik | staatlich geprüfte/-r Bautechniker/-in

Eine lächelnde Frau in einem gelben Sicherheitsweste und Helm steht in einem Rohbau und hält ein Dokument in den Händen.

Vorstellung der Ausbildungsziele

Die Anforderungen an die Bauausführungen sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgrund neuer Entwurfskonzepte, Baukonstruktionen, Bauverfahren und Baustoffe gestiegen. Gleichzeitig werden seitens der Politik höhere Anforderungen an das Bauen gestellt. Durch die politisch gewollte „Energiewende“ und aufgrund des demographischen Wandels sowie der Forderung, nachhaltig zu bauen, werden deutlich höhere Anforderungen an Planer und ausführende Unternehmen gestellt.

Um diesen hohen und umfangreichen Anforderungen gerecht werden zu können, braucht die Baubranche heute und in Zukunft entsprechend weitergebildete Fachkräfte. An der Fachschule für Bautechnik in Husum werden Sie zu einer solchen Fachkraft praxisorientiert weitergebildet! Sie haben bereits berufliche Erfahrungen durch Ihre Berufsausbildung und anschließende berufliche Tätigkeit auf der Baustelle erlangt. Ausgehend von dieser fachlich wertvollen und soliden Grundlage begleiten wir Sie zwei Schuljahre auf Ihrem Weg zu einem neuen beruflichen Aufgabenfeld.

Bildungsziel

Das Berufliche Gymnasium in in Husum bietet verschiedene Fachrichtungen, die eine berufliche Orientierung ermöglichen.

Es vermittelt durch berufsbezogene und allgemeinbildende Unterrichtsinhalte eine Bildung, die die Anforderungen für die Aufnahme eines Studiums aller Fachrichtungen an allen Universitäten und Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland erfüllen.

Hier sind die drei Fachrichtungen:

  1. Ernährung: In dieser Fachrichtung liegt der Fokus auf gesundheits und ernährungsbezogene Themen sowie sozialen Aspekte. Absolventinnen und Absolventen können später beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Pflege oder Gesundheitsmanagement tätig werden.

  2. Technik: Diese Fachrichtung bereitet auf technische Studiengänge vor. Absolventinnen und Absolventen können später beispielsweise Ingenieurwissenschaften, Informatik oder Elektrotechnik studieren.

  3. Wirtschaft: Hier stehen wirtschaftliche Themen im Vordergrund. Absolventinnen und Absolventen können später in Bereichen wie Betriebswirtschaftslehre, Marketing oder Unternehmensberatung tätig werden.

Die Wahl der Fachrichtung legt die berufsbezogenen Unterrichtsschwerpunkte fest, bietet aber auch die Flexibilität, nach dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in beliebige andere Studienrichtungen zu wechseln. So haben Absolventinnen und Absolventen vielfältige Möglichkeiten für ihre berufliche Zukunft.

Zwar schafft man sich mit der Entscheidung für eine Fachrichtung eine gute bzw. bessere Grundlage für Studiengänge mit dieser oder ähnlicher Zielrichtung, aber man kann nach dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife auch jede andere Studienrichtung auswählen. So kann jede Absolventin und jeder Absolvent des Beruflichen Gymnasiums ganz unabhängig von der gewählten Fachrichtung später beispielsweise ein Technik-, Medizin- oder Lehramtsstudium u.v.m. aufnehmen.

Kosten, Förderung, Bundeswehr

Die Weiterbildung an der Fachschule für Bautechnik selbst ist kostenlos! Für Lehrmittel (Notebook sowie USB-Speichermedium) und Bücher sind ca. 1.000 bis 1.500 Euro anzusetzen. Die Anschaffung eines eigenen 64-Bit Notebooks und einer zusätzlichen externen Festplatte zur Datensicherung ist eine Voraussetzung, auf die ein zeitgemäßer Unterricht nicht verzichten kann. Diese Kosten sind – sofern die Voraussetzungen gegeben sind – steuerlich absetzbar.

Während der Weiterbildung werden z.T. Exkursionen durchgeführt. Die Kosten für die Exkursionen sind vom Teilnehmer/von der Teilnehmerin selbst zu tragen. Das gilt auch für die Kosten durch Prüfungen entstehen, die von Fortbildungspartnern wie IHK und HWK abgenommen werden.

 

Förderung

Die Weiterbildung ist voll anerkannt und uneingeschränkt förderfähig. Je nach individueller Voraussetzung stehen folgende Wege zur Verfügung:

Bundeswehr

Die Bundeswehr stellt Zeitsoldaten/-innen mit absehbar auslaufenden Dienstverträgen ein Fortbildungskontingent für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Interessenten/-innen der Bundeswehr können sich an der Fachschule für Bautechnik bewerben, wenn sie einen Gesellenberuf im Baugewerbe vor oder während der Dienstzeit erlernt haben. Die Bewerber/-innen der Bundeswehr brauchen keine Praxiszeiten im Gesellenberuf vorweisen. Diese Ausnahme gilt nur für Interessenten aus den Reihen der Bundeswehr.

Ausstattung

Unterrichtsräume/EDV

Die Unterrichtsräume sind für den Einsatz moderner Unterrichtsmedien sehr gut gerüstet. In den Klassenräumen sind stationäre, mobile Kurzdistanzbeamer mit interaktivem Whiteboard, Dokumentenkamera und W-LAN nutzbar.

Im EDV-Raum stehen ein stationärer Beamer, 20 feste PCs (Upgrade 2018), 5 mobile PCs und ein DIN A0 –Scanner/Farb-Plotter mit entsprechender Software sowie ein A3-Drucker den Teilnehmern/-innen der Fachschule Bautechnik auch nach dem Kernunterricht zur Verfügung.

Bibliothek

Für bautechnische Recherchen können die Weiterbildungsteilnehmer/-innen auf eine umfangreiche Präsenzbibliothek (ca. 1200 Einzeltitel rund um das Bauen) und auf verschiedene Baufachzeitschriften (6 monatliche Veröffentlichungen) zurückgreifen, die für die Schüler der Fachschule zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

Bauphysik

Zur Vermittlung von bauphysikalischen Fragestellungen stehen verschiedene Versuche, eine Wärmebildkamera, ein Luftbewegungsmesser und ein Blower-Door Messsystem mit Messstand zur Verfügung.

Vermessung

Zur Unterstützung des Vermessungsunterrichtes stehen - neben der bauvermessungstechnischen Grundausstattung – drei vollelektronische Tachymeter, ein GPS-Rover, ein 3D-Distanzmesser mit CAD-Schnittstelle und mehrere Laserdistanzmesser zur Verfügung.

Tief- und Straßenbau

Zur Überprüfung von Verdichtungserfolgen steht den Schülern ein dynamischer Lastplattendruckversuch zur Verfügung.

Software

Das EDV-Labor ist mit leistungsfähiger Software für verschiedenste Bauaufgaben bestückt. Eine Auswahl lässt sich wie folgt benennen:

  • Hottgenroth (Energieberatung)
  • PSI-Therm (Wärmebrückennachweis)
  • AutoCad Civil 3D (Tief- und Straßenbau)
  • Vicado 3D (Hoch- und Ingenieurbau)
  • MB-Soft Tragwerksberechnung (Statik)
  • Leica Survey Office
  • ORCA (AVA) usw.

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht beginnt um 7.45 Uhr und endet in der Regel um 14.30 Uhr und findet im Kurssystem und Klassenverband statt.

Es besteht für alle Weiterbildungsteilnehmer eine Anwesenheitspflicht!

Dauer des Bildungsganges

Die Dauer der Weiterbildung in Vollzeit ist auf zwei Jahre angelegt und in zwei Phasen gegliedert:

1. Jahr: Grundlagenbezogener Lernbereich (28 Unterrichtsstunden/Woche)

2. Jahr: Schwerpunktbezogener Lernbereich (34 Unterrichtsstunden/Woche)

Dazu kommt der Bereich „Wahlpflicht“ mit verschiedenen Unterrichtsinhalten, die sich nur bedingt an die Lernfelder koppeln.

Die „Allgemeinbildenden Fächer“, die zur Erreichung der „Allgemeinen Fachhochschulreife (FHR)“ notwendig sind, werden z.T. lernfeldbegleitend unterrichtet oder in Stunden gesondert ausgewiesen.

Der Unterricht im 1. Jahr ist für alle Teilnehmer/-innen einheitlich gemäß Stundenplan geregelt. Im 2. Jahr können Sie sich für eine schwerpunktbezogene Fachrichtung entscheiden, zu der neben speziellen Pflichtfächern auch Wahlpflichtfächer gehören können.

Die Schulwoche hat in der Unterstufe (1. Jahr) fünf Tage. 

Die Schulwoche in der Oberstufe (2. Jahr) hat ebenfalls fünf Tage. Der Freitag ist dem Wahlpflichtkurs "Energieberatung" vorbehalten.

Aufnahmebedingungen

Zulassung (nach aktuell geltender Fachschulverordnung)

An der Fachschule für Bautechnik kann aufgenommen werden, wer …

den Sekundarabschluss I (Mittleren Schulabschluss oder ein diesem gleichwertigen Schulabschluss) nachweisen kann und 
eine abgeschlossene berufliche Erstausbildung (Gesellenbrief) nachweisen kann und
mindestens ein Jahr sozialversicherungspflichtig in seinem erlernten Gesellenberuf gearbeitet hat und
ein Berufsschulabschlusszeugnis über die berufliche Erstausbildung im Gesellenberuf vorlegen kann.
 

Einzelfallregelung durch das Ministerium

Wenn ein/e Bewerber/-in abweichend vom o.g. einen guten Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss(Hauptschulabschluss) und eine gute bautechnische Erstausbildung vorweist, muss er/sie eine mindestens 7-jährige Berufspraxis im Gesellenberuf vorweisen. Ist das der Fall, kann über das Ministerium des Landes Schleswig-Holstein eine Einzelfallentscheidung herbeigeführt werden.
Wenn ein/e Bewerber/-in zwar ein Berufsschulabschlusszeugnis aber keinen Gesellenbrief vorweisen kann, muss eine mindestens durchgängig 5-jährige Praxiszeit in einem Beruf des Bauhauptgewerbes nachgewiesen werden.
Wenn der/die Bewerber/-in die o.g. Voraussetzungen bis auf die notwendige Praxiszeit von einem Jahr erfüllt, kann er/sie die Fehlzeiten in der unterrichtsfreien Zeit (Ferien) während des Fachschulbesuchs in Teilzeit per Nachweis ableisten.
Bewerber, die eine Fachschule für Bautechnik besuchen und wechseln möchten, können das nach dem ersten Weiterbildungsabschnitt tun. Sie werden dann, wenn freie Plätze vorhanden sind, in den zweiten Weiterbildungsabschnitt übernommen.

Anmeldung

Anträge auf Aufnahme für das jeweils folgende Schuljahr sind bis Ende Februar an die 

Berufliche Schule des Kreises Nordfriesland
Herzog-Adolf-Straße 3
25813 Husum

zu stellen.

Die Anmeldung für die Fachschule Bautechnik in Husum muss schriftlich erfolgen. Dazu müssen eingereicht werden:

  • Aufnahmeantrag
  • Tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
  • Gesellenbrief (beglaubigte Kopie)
  • Berufsschulabschlusszeugnis (beglaubigte Kopie)
  • Zeugnis eines Mittleren Schulabschlusses (Realschulabschlusszeugnis) oder ein diesem gleichwertigen Abschluss (beglaubigte Kopie)
  • Nachweis der erforderlichen Praxiszeiten über Sozialversicherungsnachweise und/oder Arbeitszeugnisse (beglaubigte Kopien)
  • Die Bewerbungsunterlagen sollten bis zum 28.02. des jeweiligen Schuljahres eingegangen sein. Später eingehende Bewerbungen kommen auf eine Warteliste, über die dann Nachrücker ausgewählt werden, wenn noch Kapazitäten bestehen. Dieser Nachrückprozess kann bis zu den Herbstferien des dann laufenden Schuljahres hinziehen. Nach den Herbstferien des laufenden Schuljahres eingegangene Bewerbungen können aber nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Bei noch freien Schulplätzen können Bewerbungen, die nach dem Bewerbungsschluss eingegangen sind, über eine Warteliste weiterhin berücksichtigt werden.
  • Es steht nur eine begrenzte Anzahl an Schulplätzen zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt nach dem Datum des Bewerbungseingangs und – sehr wichtig – nach der Qualität der Bewerber in fachtheoretischer, aber insbesondere baupraktischer Hinsicht (Gesellenjahre und baupraktische Erfahrungen).

Einschulungstermine

 

 

 

 

 

Kontakt