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Werker/in im Gartenbau

Berufstyp: Ausbildung für Menschen mit Behinderungen | Ausbildungsdauer 3 Jahre

Kooperationspartner: Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk (TSBW)

Mehrere kleine Pflanzen in biologisch abbaubaren Töpfen stehen auf einem Holztisch, bereit zum Umtopfen.
Umgeben von verschiedenen Kakteen, untersucht eine Frau mit gelben Handschuhen einen kleinen Kaktus in ihrem Topf.
Im Hintergrund eines Gartens lächelt eine Frau, während sie Pflanzen in Töpfen auf einem Regal anordnet, umgeben von üppigem Grün.

Berufsbild

Es gibt nicht ein Berufsbild Werker / Werkerin im Gartenbau, sondern je nach Fachrichtung ist der Beruf sehr variabel.

Die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ist die größte Fachrichtung. Sie sind für Freiraumgestaltung zuständig, alles was sich um Gebäude herum befindet. Dazu gehören Erdarbeiten, Entwässerungsarbeiten, Erstellen von Bauwerken wie Mauern, Terrassen, Carports, Zäunen, Rasenbau und -pflege, Anlage von Pflanzungen und Pflege von Pflanzungen, Pflege von Gehölzen und Hecken, Dachbegrünungen, Teichbau. …

Private Gartenbauunternehmen aber auch Städte und Kommunen beschäftigen Landschaftsgärtner und Landschaftsgärtnerinnen.

Die Fachrichtung Friedhofsgärtnerei ist für gärtnerische Arbeiten auf Friedhöfen und auch in Ruheforsten zuständig. Zu den Arbeiten gehört das Ausheben von Gräbern, die Bepflanzung und Pflege von Gräbern und die Gestaltung und Pflege der gesamten Friedhofsanlage. Außerdem geht es um die Produktion der für die Gräber benötigten Beet- und Balkonpflanzen, das Bepflanzen von Pflanzschalen und Binden von Gestecken.

Und dann gibt es noch fünf Fachrichtungen, die jeweils für die Produktion von Pflanzen zuständig sind.

Beispielsweise werden im Zierpflanzengartenbau Beet- und Balkonpflanzen sowie Zimmerpflanzen vermehrt, gepflegt und verkauft. Auch Schalen werden bepflanzt.

Mehr dazu im BERUFENET (Arbeitsagentur)

aber auch direkt bei den Fachverbänden:

Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Hamburg und Schleswig-Holstein: https://www.galabau-nord.de/

Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland: https://gartenbau-verband.de/home

Bund deutscher Baumschulen e.V. (Landesverband Schleswig-Holstein) https://www.bdb-schleswig-holstein.de

Ausbildung

Die Ausbildung zum Werker / zur Werkerin im Gartenbau dauert 3 Jahre. Es ist eine Bescheinigung nach § 66 BBiG erforderlich.

Die Berufsausbildung erfolgt im dualen System:

Die Auszubildenden haben einen Ausbildungsvertrag mit einem Gartenbaubetrieb, in dem die praktische Ausbildung erfolgt. Meistens ist dies ein Berufsbildungswerk, das sich nur um die Ausbildung und Unterstützung der Auszubildenden kümmert. Aber auch in Gartenbauunternehmen kann die Ausbildung erfolgen.

Zusätzlich haben sie wöchentlichen Berufsschulunterricht, in dem überwiegend theoretische Anteile unterrichtet werden.

Außerdem gibt es über die Ausbildungszeit verteilt überbetriebliche Lehrgänge, die fünf oder vier Tage dauern. Die Anzahl variiert je nach Fachrichtung, in der die Ausbildung erfolgt.

Die Landwirtschaftskammer ist für die Anerkennung von Ausbildungsbetrieben zuständig und hier wird auch die Ausbildung und die Prüfung der angehenden Gärtnerinnen und Gärtner koordiniert.

Bei den verantwortlichen Ausbildungsberatern kann man sich informieren, welche Ausbildungsbetriebe es in Schleswig-Holstein gibt:

https://www.lksh.de/bildung/gruene-berufe/gaertnerin

 

Aufgrund der Bezirksfachklassenregelung sind wir für die schulische Ausbildung der angehenden Werkerinnen und Werker im Gartenbau zuständig, deren Ausbildungsbetriebe in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg liegen.

Im Beruf Werker / Werkerin im Gartenbau unterrichten wir alle Fachrichtungen. Allerdings sind es meistens die Fachrichtungen Garten- und Landschaftsbau und Zierpflanzengartenbau.

Anforderungen

Um als Werker/in im Gartenbau erfolgreich zu sein, sollten folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Schulabschluss: In der Regel wird ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss erwartet.
  • Interesse an Natur: Ein starkes Interesse an Pflanzen, Gartenarbeit und der Natur ist entscheidend.
  • Körperliche Fitness: Die Arbeit im Gartenbau kann körperlich anstrengend sein, daher ist eine gute körperliche Verfassung wichtig.
  • Teamfähigkeit: Die Fähigkeit, gut im Team zu arbeiten, ist von Vorteil.
  • Kreativität: Ein Gespür für Gestaltung und Ästhetik ist hilfreich, insbesondere in der Landschaftsgestaltung.

Tätigkeitsfelder

Werker/in im Gartenbau sind in verschiedenen Tätigkeitsfeldern aktiv, darunter:

  • Pflanzenproduktion: Anbau und Pflege von Zierpflanzen, Gemüse oder Obst in Gewächshäusern oder Freiland.
  • Landschaftsgestaltung: Planung und Gestaltung von Gärten, Parks und öffentlichen Grünanlagen.
  • Gartenpflege: Pflege und Instandhaltung von bestehenden Gartenanlagen, einschließlich Rasenpflege und Baumschnitt.
  • Verkauf: Beratung und Verkauf von Pflanzen und Gartenbedarf in Gartencentern oder Baumärkten.

Einsatzmöglichkeiten

Werker/in im Gartenbau finden Beschäftigung in einer Vielzahl von Bereichen, darunter:

  • Garten- und Landschaftsbauunternehmen: In Firmen, die sich auf die Gestaltung und Pflege von Außenanlagen spezialisiert haben.
  • Baumschulen: In Betrieben, die sich auf die Anzucht und den Verkauf von Bäumen und Sträuchern konzentrieren.
  • Gartenbauzentren: In Gartencentern oder Baumärkten, wo sie Kunden beraten und Pflanzen verkaufen.
  • Öffentliche Einrichtungen: In kommunalen Gärten, Parks oder Grünflächen, wo sie für die Pflege und Gestaltung verantwortlich sind.

Karrieremöglichkeiten

Werkerinnen und Werker im Gartenbau werden in Gartenbaubetrieben eingestellt.

Bei der „normalen“ Arbeit im Betrieb kann man sich spezialisieren und sein Lieblingsarbeitsfeld finden.

So gibt es Werker und Werkerinnen im Garten- und Landschaftsbau, die hauptsächlich Grünflächen pflegen, andere führen überwiegend Pflasterarbeiten aus oder führen Pflanzarbeiten durch.

Als Werker und Werkerin im Zierpflanzengartenbau produziert man Pflanzen oder man könnte auch im Baumarkt- oder Gartencenter arbeiten.

Als Alternative können sie im Anschluss eine zweijährige Ausbildung zum Gärtner bzw. zur Gärtnerin machen.

Danach ergeben sich gibt zahlreiche Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Anmeldung zur Berufsschule

Berufsschultage und Blockpläne

Einschulungstermine

 

 

 

 

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