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Eine Gruppe von Bautechniklehrkräften aus den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-
Flensburg hat vom 15. bis 18. September 2025 an einem Job-Shadowing-Projekt in Bergen, Norwegen, teilgenommen. Organisiert wurde die Reise von der Handwerkskammer Flensburg und der Seefahrtsschule Bergen. Ziel war es, die norwegische Berufsausbildung kennenzulernen und neue Impulse für die eigene pä-
dagogische Arbeit zu gewinnen.

Projektteilnehmerin Gabriele Völker-Schanne
betont die Bedeutung des Austauschs: „Der
direkte Einblick in die Unterrichts- und Werkstattpraxis einer norwegischen Berufsschule
hat uns wertvolle Perspektiven eröffnet.“ Besonders interessant sei der Vergleich beider Ausbildungssysteme gewesen. Während Deutschland auf das duale System setze, besuchen norwegische Auszubildende Vollzeitschulen. Auch eine klassische Bauzeichnerausbildung existiert dort nicht. Gleichzeitig zeigte sich, dass der Werkstattunterricht starke Ähnlichkeiten mit deutschen Unterrichtsformen aufweist.

Neben der Teilnahme am Unterricht standen zahlreiche Exkursionen auf dem Programm. Die Delegation besuchte ein norwegisches Bauunternehmen und erhielt vor Ort Einblicke in aktuelle Bauprojekte. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung der Restaurie-
rungsarbeiten an der historischen Johanniskirche. Ergänzend dazu bot der Besuch des Hanseatischen Museums die Möglichkeit, die kulturellen und geschichtlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Norwegen besser zu verstehen.

Finanziert wurde das Projekt aus Erasmus+-
Mitteln, die organisatorische Abwicklung übernahm die Handwerkskammer Flensburg. Die Teilnehmenden kehrten mit zahlreichen neuen Eindrücken zurück – und mit dem festen Vorsatz, den internationalen Austausch weiter zu stärken. „Solche Projekte bereichern nicht nur uns als Lehrkräfte, sondern letztlich auch unsere Schülerinnen und Schüler“, resümierte Gabriele Völker-Schanne.

Robert Bartsch

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