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Die Fachschule Heilerziehungspflege zu besuch in Dänemark

Am 08.12.25 erhielt die Fachschule für Heilerziehungspflege die Einladung, sich eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Dänemark (Løgumkloster in der Nähe von Tondern) anzusehen. Um 9 Uhr wurden wir von einer Mitarbeiterin und der Einrichtungsleitung empfangen. Ganz nach dänischer Tradition wurde ein umfangreiches Frühstück angeboten, verbunden mit einem ersten Austausch. Die Klasse der Heilerziehungspflege hatte im Vorwege Fragen vorbereitet und erhielt umfangreiche Antworten, bei denen der große Unterschied beider Nachbarländer deutlich wurde. Sei es in der Finanzierung der Einrichtung durch die Kommune, der Personalschlüssel, der landesweite Umgang mit besonderen Situationen im täglichen Leben, so wie auch die kurze Lieferzeit bei notwendigen Hilfsmitteln und die Fürsorge der Arbeitgeber gegenüber ihrer Mitarbeiter.

Danach wurde die Klasse durch das Gebäude geführt. Die Ausstattung der einzelnen Bewohnerzimmer hinterließen bei den Husumer Schüler/-innen Eindruck, da die Größe und Möblierung den jeweiligen Bedürfnissen der Bewohner angepasst wird. Man findet in fast jedem Gruppenraum Massagesessel oder Sessel zur Förderung der Wahrnehmung. Das Außengelände ist weitläufig und durch lange Wege wurde die Möglichkeit für die Bewohner geschaffen, sich mit verschiedenen E-Tandems und E-Bikes auf dem Gelände frei zu bewegen. In den Bereichen der unterschiedlichen Wohngruppen befindet sich neben der typischen dänischen Gemütlichkeit auch jeweils eine Schaukel, die man auch als Rollstuhlfahrer nutzen kann.

Auf dem Gelände der Einrichtung findet man die Räume der „Beschäftigung“, vergleichbar mit den Tagesförderstätten in Deutschland. Je nach Interesse und Fähigkeiten der Bewohner können sie entscheiden, was sie an diesem Tag gern tun möchten. Ein großer Materialraum, ein Musikraum mit einem Klavier und auch Klavierseiten an der Wand, um jedem Bewohner einen Zugang zur Musik zu gewährleisten, gehören zur Ausstattung. Die Gruppengröße der Beschäftigung und in den Wohngruppen ist von den individuellen Bedürfnissen der Bewohner abhängig. Dieser Einblick in die dänische Arbeit und Umgang mit Menschen mit Behinderung war umfangreich und beeindruckend. Der Vergleich beider Länder wird sicher lange nachwirken.

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