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Netzwerktreffen zur Förderung junger Menschen

Großen Anklang fand das vergangene Netzwerktreffen des Arbeitskreises Benachteiligtenförderung der Beruflichen Schule in Husum.

Erneut beteiligten sich über 20 Einrichtungen und Institutionen, die mit Jugendlichen arbeiten. Viele Anwesende nutzten das Treffen, um neue Kontakte zu knüpfen und sich untereinander über ihre Arbeit mit jungen Menschen auszutauschen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Berufsschullehrer Martin Maier-Walker.

Ausbildungsbetreuerin Berta-Marie Markussen von der Kreishandwerkerschaft Nordfriesland berichtete über die regionale Ausbildungsbetreuung in Schleswig-Holstein. Unter Beteiligung von zehn Institutionen werden an elf Standorten in Schleswig-Holstein Jugendliche beraten. Ziel des Angebotes ist es, Ausbildungsabbrüche zu verhindern oder nach einem Abbruch bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz zu helfen. Beratung und Unterstützung bieten die Ausbildungsbetreuerinnen unter anderem auch bei Bewerbungen oder der Führung von Berichtsheften. Das Coaching kann jeder nutzen, der bereits einmal einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hatte.

Volker Schacht, Ausbildungsplatzakquisiteur bei der IHK Flensburg, informierte über den neuen Ausbildungsberuf „Fachkraft im Gastgewerbe“. Die zweijährige Ausbildung beginnt erstmalig ab 1. August 2010.  Die Arbeitsgebiete liegen schwerpunktmäßig in den Bereichen Restaurant, Buffet, Wirtschaftsdienst, Küche und Lager sowie Gästebetreuung. Bei Eignung bestehen danach Fortbildungsmöglichkeiten im Restaurant- und Hotelfach.

Streetworker Jens-Uwe Kiesbye berichtete über das seit 2001 in Husum bestehende Streetworking. Anlaufstelle für junge Menschen ist der Pavillon am ZOB, das Büro befindet sich beim Diakonischen Werk in der Theodor-Storm Straße 7. Streetworking berät junge Menschen, die wohnungslos sind oder deren Wohnungssituation nicht geklärt ist. Die drei in Husum tätigen Streetworker informieren über andere Institutionen, unterstützen bei Behördengängen und bieten Alltagshilfen an. Neben der aufsuchenden Arbeit von spezifischen Treffpunkten der Jugendlichen sind die Streetworker im Pavillon zu erreichen.     

Abschließend präsentierte Berufsschullehrerin Elisabeth Bruns Ergebnisse einer Evaluation zur Netzwerkarbeit. Demnach begrüßen die Teilnehmer Netzwerktreffen an der Beruflichen Schule, weil sie kurze Dienstwege und den informellen Austausch fördern. Ebenfalls wichtig ist den Teilnehmern, dass sie durch die Treffen einen Überblick über die sozialen Einrichtungen und Informationen über die Maßnahmen anderer Bildungsträger bekommen.

Das nächste Netzwerktreffen ist zum Thema „Behinderung“ für den Herbst dieses Jahres geplant. 

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