Junior-Projekt 'Eggna' sorgt für Furore
Junior: Junge Unternehmer initiieren, organisieren und realisieren, unter diesem Motto stand ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, an dem zehn Schülerinnen und Schüler des Fachgymnasiums der Beruflichen Schule Husum teilnahmen. Konnten die beteiligten Schülerinnen und Schüler schon im Wettbewerb des ausschreibenden Instituts einen großen Erfolg auf Landesebene einfahren, so erhielten sie nun auch von der Industrie- und Handelskammer Flensburg im Rahmen des IHK-Schulpreises 2004 einen Geldpreis. 
Unter der Leitung von Studiendirektor Achim Trautmann fanden sich die Schülerinnen und Schüler für einen Zeitraum von einem Jahr zusammen, um in einem richtigen Mini-Unternehmen ein Produkt zu vermarkten. Das gegründete Unternehmen T.E.N. – Talented Economic Newcomers – konstruierte einen Design-Eierbecher aus Aluminium mit einem integrierten Salzsteuer und einer attraktiven Warmhaltefunktion. Wegen seiner Form und Funktion wurde der Produktname „eggna“ vergeben und in einem pfiffigen Werbespott eingearbeitet.
Die Schülerinnen und Schüler sollten durch die Projektteilnahme wirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen lernen. Alle Aufgaben eines selbstständigen Unternehmers wurden hautnah durchlebt. Zu diesen Aufgaben gehörte neben den Lohn- und Gehaltsabrechnungen und der Berechnung der Steuer- und Sozialabgaben, vor allem die Entwicklung einer Produktidee, die anschließende produktive Umsetzung und die Vermarktung.
Da die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihres Wirtschaftstheorie und –politikunterrichtes den Eierbecher nicht selbst produzieren konnten, wurde der Eierbecher mit Unterstützung des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerkes durch zwei hörgeschädigte Auszubildende hergestellt. Die Firma Wiedemann Technik half bei der Materialauswahl und –beschaffung. Veredelungsarbeiten wurden an die Firma Gutbier in Husum und einen Kieler Eloxierbetrieb vergeben. So mussten die Jungunternehmerinnen und –unternehmen als erstes erfahren, dass Auftragsarbeiten den Preis des Produktes in solche Höhen treiben, die für die Vermarktung nicht förderlich sind.
Der ursprünglich angestrebte Preis musste immer wieder noch oben korrigiert werden. Trotz allem konnten aber durch geschickte Marketingmaßnahmen ca. 280 Eierbecher verkauft werden.
