Schulpartnerschaft dem Kristelig Gymnasium in Oslo
Europäischen Schulpartnerschaft und Schüleraustausch zwischen dem Fachgymnasium der Beruflichen Schule und dem Kristelig Gymnasium Oslo
Im September 2001 waren 17 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Kristelig Gymnasium Oslo zu Besuch in Husum. Der damalige Schulleiter der Beruflichen Schule, Bodo Mokwinski, begrüßte zu Beginn die Gäste dieses interkulturellen Schulprojekts des Fachgymnasiums der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland in Husum und dem Kristelig Gymnasium Oslo und betonte dabei die Wichtigkeit eines solchen Begegnungsprojekts für die Entwicklung eines gegenseitigen Verständnisses zwischen Ländern und Kulturen in Europa, welches insbesondere in den Herzen und Köpfen Jugendlicher seinen Anfang findet.
Der Kontakt entwickelte sich durch eine Freundschaft aus Studienzeiten zwischen Anne-Marie Schulze, Oslo, und Hans Schweger, Husum. Bei einem Wiedersehen in Oslo im Jahr 2000 entstand die erste Idee, einen Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern beider Schulen zu organisieren und langfristig eine europäische Schulpartnerschaft aufzubauen. Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern und ihren Kolleginnen Kjersti Giesebrecht, Oslo, und Christina Pagel, Husum, wurden die ersten Ideen langsam immer konkreter und schließlich durch einen ersten Besuch im Jahr 2001 zur Wirklichkeit.
Das Kristelig Gymnasium ist eine sehr angesehene Privatschule Norwegens, gelegen mitten im Zentrum Oslos. Wenn die Nachkommen der norwegischen Königsfamilie ins schulpflichtige Alter kommen, gehen sie auf dieses Gymnasium. So besuchte auch Kronprinz Haakon diese Schule.
Das gemeinsam von den Schülerinnen und Schülern beider Schulen entwickelte Programm für den Besuch in Husum hatte vielfältige Ausrichtungen und Schwerpunkte. Neben landeskundlichen Exkursionen (Wattwanderung, Fahrt nach Pellworm/Sylt) standen literarische und kulturelle Aspekte im Vordergrund (Besuch des Storm-Hauses sowie des Buddenbrook-Hauses in Lübeck, der Kunsthalle in Hamburg, Norwegischer Abend im Husumer Speicher).
Vor allem jedoch ging und geht es bei diesem Projekt um das Erfahren der Alltagskultur des jeweiligen Gastlandes. Die Gastschülerinnen und -schüler wohnten in Familien Husums und der weiteren Umgebung und lernten das Leben in unserer Region kennen, sie unternahmen viel mit den einheimischen Schülerinnen und Schülern, hatten vor allem eine Menge Spaß zusammen: „Wir reden auf Deutsch und Englisch und wenn alles nicht mehr hilft, auch mit Händen und Füßen“, so beschrieben Kristin Hjort aus Oslo und Maike Häfelein aus Husum die Situation der Verständigung nach den ersten beiden gemeinsamen Tagen.
Es entstanden neue Freundschaften, die beim Gegenbesuch im darauf folgenden Jahr in Oslo intensiviert werden konnten.
