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Fachschule für Landwirtschaft – Module zur Energieeinsparung und Stromerzeugung

Die Energieerzeugung mit Hilfe von Sonne und Wind und die Gewinnung von elektrischem Strom aus nachwachsenden Rohstoffen sind in den letzten Jahren für viele Landwirte zu zusätzlichen Einkommensquellen geworden. Diese Themen waren Lerninhalt ganztägiger Unterrichtseinheiten an der einjährigen Fachschule für Landwirtschaft in Bredstedt. Ein Lernmodul befasste sich mit der effizienten Dämmung und Wärmeerzeugung im Privathaushalt.

Die Energieerzeugung mit Hilfe von Sonne und Wind und die Gewinnung von elektrischem Strom aus nachwachsenden Rohstoffen sind in den letzten Jahren für viele Landwirte zu zusätzlichen Einkommensquellen geworden. Diese Themen waren Lerninhalt ganztägiger Unterrichtseinheiten an der einjährigen Fachschule für Landwirtschaft in Bredstedt. Ein Lernmodul befasste sich mit der effizienten Dämmung und Wärmeerzeugung im Privathaushalt.

 

Natur und Umwelt ist ein Fach der Stundentafel der einjährigen Fachschule für Landwirtschaft. Es rangiert in der Wertschätzung der Schüler eher hinter Betriebswirtschaft und den Fächern Pflanzliche und Tierische Erzeugung. Und doch vermittelt es wichtige Kompetenzen in verschiedenen Lernbereichen von Ökologie bis Umweltschutz und bescheinigt diese auch auf dem Abschlusszeugnis. Wer, wenn nicht der gut ausgebildete „staatlich geprüfte Wirtschafter“, ist durch seine berufliche Nähe zu Natur und Umwelt prädestiniert für sachgerechtes Wirken in diesem Bereich!

Externe Spezialisten vermitteln Fachwissen

 

Zur Zeit besuchen 42 Schüler die Fachschule 1 und erwerben mit ihrem Abschluss zusätzliche Kompetenzen für die in Aussicht stehende Führung der elterlichen Betriebe und die Möglichkeit, an den landwirtschaftlichen Hochschulen Schleswig-Holsteins zu studieren. Fundiertes Wissen ist dafür Voraussetzung und wird praxisnah durch Lehrer und externe Spezialisten vermittelt.

 

Bild 1 zeigt eine Ansicht des Betriebes von Hans-Ulrich und Daniel Martensen in Sönnebüll: vorne ein LKW, der dänische Kofermente für die Biogasanlage anliefert, im Hintergrund Gebäude für das Blockheizkraftwerk und den 50 m3 fassenden Wasserspeicher, nach oben hinaus die Windkraftanlage und dazwischen aufmerksam zuhörende Schüler der einjährigen Fachschule 1b. Hier erleben wir die Anwendung des am Morgen in Seminarform von Werner Holz, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, vermittelten Wissens: die Ausnutzung der BHKW-Abwärme für die Versorgung eines Schlachtbetriebes und von Privathäusern wie in diesem Fall wird mit einem höheren Strompreis vergütet - das Vermeiden von Sandeintrag in den Fermenter wird anschaulich, wenn Herr Martensen die Reinigung mit Bobcat und Aufzug beschreibt – Güte von Anlagenbauteilen und Fähigkeiten zur Eigenleistung werden diskutiert.

Anwendung der Theorie in der Praxis

 

Der Lehrer lernt mit seinen Schülern hinzu, wenn Herr Walter Eggersglüß von der Landwirtschaftkammer über den Standort und die Rauhigkeit des Geländes als Einflussgrößen auf die Windgeschwindigkeit referiert. Im wesentlichen sind es Nabenhöhe und Rotorfläche als technische Merkmale, die die Leistungsfähigkeit einer Windenergieanlage bestimmen. Er überlegt zusammen mit den Schülern wichtige Entscheidungshilfen bei der Planung der Anlage. Vorher haben wir uns schon vier Stunden mit Photovoltaik auseinander gesetzt, wobei der „Neuling“ auf diesem Gebiet genauso zum Zuge kam, wie der Spezialist mit seinen Detailfragen. Auch dieser Modultag endete mit einer Besichtigung und Vertiefung in der Praxis.

Großes Einsparpotential für Energie

 

Wissen Sie, um wie viel die Abgastemperatur Ihrer Heizung zunimmt, wenn sich 1 mm Ruß im Brennraum der Heizung gebildet hat? Diese und ähnliche Fragen hatten die Fachschüler unter Moderation von Haye Hamkens, Leiter der ehemaligen Landesberufsschule für Heizungs- und Lüftungsbau in Garding, zu beantworten. Es sind 50° Celsius, ein Wert, der den hohen Energieverlust durch den Schornstein bei unzureichender Reinigung der Anlage verdeutlicht. 1-2 Prozent Abgasverlust sind heute mit neuer Technik anzustreben. Ältere Anlagen bedürfen der optimalen Einstellung für einen minimalen Verbrauch. Der Fachraum

Heizungstechnik der Berufsschule Husum bietet die ganze technische Palette von Heizungen zur Anschauung an, so dass Fragen zur Technik, ob Gas, Öl oder Pellets an verschiedenen Fabrikaten besprochen werden können.

Einen großen Wert legte der Referent auf Vermittlung von Wissen zur energiesparenden Dämmung von Häusern. „Die Luft der Luftschicht darf nicht in Bewegung sein“, so eine seiner Forderungen. Möglichkeiten der nachträglichen Verfüllung von Luftschichten mit Dämmmaterial werden zum Thema des Unterrichtes. Auch so schwierige Kennwerte wie die Wärmeleitzahl, die ein Maß für die isolierende Wirkung der Dämmstoffe ist, blieben nicht ausgespart.

 

Das Fazit unserer Schüler: drei Unterrichtsmodule, die es in sich hatten und demnächst durch entsprechendes Handeln Natur und Umwelt voranbringen können.

 

 Bild 1

Bild 1: Schüler der Fachschule für Landwirtschaft Bredstedt auf dem Betrieb von Hans-Ulrich und Daniel Martensen in Sönnebüll

 

 Bild2

Bild 2: Haye Hamkens vermittelt Fachschülern das Wichtigste aus dem Bereich Heizung und Dämmung

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