SHK-Labor der Beruflichen Schule neu eingerichtet
Aus den beiden ehemaligen Ausbildungsberufen Zentralheizungs- und Lüftungsbauer sowie Gas- und Wasserinstallateur wurde per Federstrich ein neuer geschaffen: Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Auf diese Entscheidung hat die Berufliche Schule in Husum mit einer angemessene Modernisierung der SHK-Praxisräume reagiert.
Für den damaligen Schulleiter der Beruflichen Schule Bodo Mokwinski und den Abteilungsleiter für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Haye Hamkens, war klar: „Es muss weiter gehen!“ Die Berufsschule hatte im Laufe des vergangenen Jahres mit dem Fortfall des alten Ausbildungsberufes nicht nur den Verlust einer kompletten Außenstelle, sondern auch den der gesamten Geräteausstattung im Bereich der Heizungs- und Lüftungstechnik zu verkraften. Sehr schnell wurde jedoch alle planerische Energie darauf verwandt zu überlegen, mit welchen Mitteln man den neuen Anforderungen an handlungsorientierte Ausbildung im SHK-Bereich gerecht werden könnte.
„Zusammenarbeit“ hieß die Lösung: Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Planern in der Schule und den Finanzierern beim Schulträger, sondern auch mit der Kreishandwerkerschaft, mit ortsansässigen Handwerksbetrieben sowie mit verschiedenen Geräteherstellern.
So führten ein schlüssiges Konzept und beharrliche Verhandlungen dazu, dass der Kreis Nordfriesland für notwendige Umbauarbeiten am Gebäude und aufwändige Installationen zügig die Geldmittel zur Verfügung stellte. Auf der anderen Seite erkannten Gerätelieferanten ihre Chancen darin, bei dieser Modernisierung dabei zu sein, um fortschrittliche Modelle in Funktion präsentieren zu können. Als Bindeglied fungierten Handwerksbetriebe, die zeitnah und kompetent die speziellen Installationen an der umfangreichen Demonstrationsanlage vornahmen.
Die Ausstattung umfasst nunmehr brennwertnutzende Heizgeräte aus den aktuellen Programmen führender Hersteller und demonstriert den sparsamen Einsatz von Heizöl und Erdgas. Einen anderen Schwerpunkt stellen die Anlagen dar, die mit regenerativen Energieträgern arbeiten: Solarmodule zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Wärmerückgewinnungsanlagen und Holzpelletsfeuerungen, die, ausgestattet mit modernsten Regelungen, den Komfort erreichen, den man von öl- oder gasbefeuerten Heizungen kennt.
Im modernisierten SHK-Labor, das auch für überbetriebliche Kurse der Kreishandwerkerschaft genutzt wird, entstanden neue Werkplätze, die u. a. der Förderung jener handwerklichen Fertigkeiten dienen, die durch die veränderten Anforderungen im Beruf des Anlagenmechanikers hinzugekommen sind: So können z. B. fachgerechte elektrische Verdrahtungen eingeübt und regelungstechnische Probleme gelöst werden.
Ein Novum ist in diesem Zusammenhang eine förmliche Vereinbarung zwischen Schule und einem Vertreiber von Pellets- und Solaranlagen: Die zur Verfügung gestellten Geräte werden nicht nur für unterrichtliche Zwecke genutzt, sondern es können daran auch außerhalb der Unterrichtszeiten Schulungen für interessierte Handwerksbetriebe im Schulgebäude abgehalten werden. Mehrere Schulungsreihen konnten bereits in den Sommerferien rege Beteiligung verzeichnen.
Durch den gebündelten Einsatz vieler an guter Ausbildung Interessierter war es innerhalb eines Jahres möglich, den Gerätebestand des Schullabors soweit aufzurüsten, dass am Standort Husum heute umfangreiche und zukunftsweisende Technik für die Ausbildung zum Anlagenmechaniker genutzt werden kann.
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