Haariges aus Europa
Ein haariges Schüler-Projekt zum Europatag 2010
Husum. Ein Projekt während der Europa-Woche an der BS Husum gestalten? Etwas aus der Küche? Oder etwas Politisches? Gar Währungs- und Stabilitätsfragen? Ein griechisches Ein-Euro-Essen? Da würden manche bestimmt ein Haar in der Suppe finden. Aber etwas mit Haaren – das wäre es: Und so hat die Friseurklasse GKF 1 (Auszubildende im 1. Ausbildungsjahr) das Projekt „Haariges aus Europa“ durchgeführt.
Durch Internet-Recherche sammelten die Schülerinnen Interessantes und Wissenswertes über den Friseurberuf innerhalb Europas. Dabei stellten sie fest, dass die Frisurenmode in den europäischen Ländern zur Zeit fast keine Unterschiede aufweist. Früher war es da anders: Im 18. Jahrhundert war Frankreich in der Frisurenmode führend. Damals wurden Friseure bei Hofe als Künstler angesehen und gut bezahlt. Ende des 19. Jahrhunderts erfand schließlich ein Franzose die Ondulation (Wellen legen mit der Brennschere). Die Dauerwelle hat allerdings
vor ca. 100 Jahren ein Deutscher erfunden. Durch den Blick über die Grenzen und auch einige Jahrhunderte zurück erkannten die Schülerinnen, dass die Frisuren früher sehr viel komplizierter waren als heute. Außerdem informierten sich die Schüler über Fachbegriffe des Friseurhandwerks in den Sprachen Englisch und Spanisch.
Die Friseurausbildung in Dänemark war ein weiterer interessanter Punkt für die Schüler: Dort findet zunächst eine Grundausbildung an einer Berufsschule statt,
die 10 – 60 Wochen umfasst. Die Grundausbildung schließt mit einem Abschlusszeugnis ab, das die Zugangsvoraussetzung für die anschließende Hauptausbildung ist. Diese findet im Betrieb und in der Schule statt. Sie dauert max. 3,5 Jahre.
So hat die Projektarbeit den Schülerinnen auch gezeigt, wie unterschiedlich die Friseurausbildung innerhalb der EU geregelt ist. Die Länder der EU sind aber seit ca. zwei Jahren dabei, einheitliche Ausbildungsstandards zu schaffen.

