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Gemeinschaftsschule und anschließend Berufliches Gymnasium

Gemeinschaftsschüler besuchten die Gymnasiasten

Gemeinschaftsschule und anschließend Berufliches Gymnasium

Sören Nissen, Oke Huhs und Sven Lorenzen (Abiturienten von links), Jörn Pallischeck, Misbah Nasir (Schüler und Schülerin der Gemeinschaftsschule)

16 Schüler der 9. Klasse der Gemeinschaftsschule Nord in Husum besuchten gemeinsam mit ihrem Physiklehrer Martin Schultz an einem Vormittag den Leistungskurs Elektrotechnik am Beruflichen Gymnasium in Husum. Die Schüler erhielten im Laufe des Vormittags einen Einblick in den Unterrichtsalltag der Gymnasiasten. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Kooperationsvertrages zwischen den Husumer Gemeinschaftsschulen und der Beruflichen Schule in Form einer Projektarbeit von Schülern des Beruflichen Gymnasiums vorbereitet und durchgeführt. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Hans-Peter Matthiesen informierten sie die Gäste über Fächer und Rahmenbedingungen des Beruflichen Gymnasiums. Während einer Laborübung konnten die Gäste unter Anleitung der Abiturienten ihr technisches Geschick beweisen und ein Blinklicht mit einstellbarer Blindfrequenz aufbauen und mit modernen Messgeräten überprüfen. Die Pause wurde für eine kleine Rallye durch das Gebäude der Beruflichen Schule in der Hermann-Tast-Straße genutzt.
Die Schülerin Misbah Nasir und der Schüler Jörn Pallischeck fanden den Besuch sehr interessant. Die Schüler betonten aber, dass sie sich über die Wahl des Zweiges am Beruflichen Gymnasium noch Gedanken machen wollen. Auch die beteiligten Lehrer fanden das Projekt interessant und wollen zukünftig die Zusammenarbeit zwischen den Schulen ausbauen.

Das damalige Fachgymnasium startete im Jahr 1971. Eingangsvoraussetzung für das Fachgymnasium war der Realschulabschluss. Mittlerweile heißt diese Schulform Berufliches Gymnasium und durchschnittlich 90 Abiturientinnen und Abiturienten machen jedes Jahr das Abitur, also die allgemeine Hochschulreife, in 2010 sind es sogar 130 Schülerinnen und Schüler.
Das Husumer Berufliche Gymnasium bietet die Fachrichtungen Ernährung, Technik (Elektrotechnik), Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre an. Als Eingangsvoraussetzung wird ein guter mittlerer Bildungsabschluss von einer Gemeinschaftsschule oder einer Regionalschule oder ein gleichwertiger Schulabschluss erwartet. Darüber hinaus können Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen werden, die am allgemeinbildenden Gymnasium in die Oberstufe versetzt worden sind, ohne den mittleren Schulabschluss erreicht zu haben. Genauere Informationen können unter der Telefonnummer 04841/800130 (Sekretariat des Beruflichen Gymnasiums) erfragt werden.
Im Gegensatz zum „Turbo-Abitur“ ist der Weg zum Abitur über die Gemeinschaftsschule oder die Regionalschule und anschließendem Beruflichen Gymnasium noch ein 13-jähriger Bildungsgang (G9). Die Schüler können also bis zum 10. Schuljahr an einer der neun Regional- oder Gemeinschaftsschulen (Bredstedt, Husum, Mildstedt, Nordstrand, Pellworm, Sankt Peter Ording, Tönning, Viöl) bleiben. Die Absolventen des Beruflichen Gymnasiums sind an den Hochschulen gern gesehene Studierende, da sie während der gymnasialen Oberstufe bereits Erfahrungen in dem von ihnen gewählten beruflichen Schwerpunkt erhalten haben.

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