Schulprogramm

Das Schulprogramm der Beruflichen Schule in Husum gibt einen Überblick über die geleistete und zukünftig zu leistende Arbeit. Es informiert über die Bildungsangebote, pädagogische Leitvorstellungen, Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung der Unterrichts- und Erziehungsarbeit sowie Schulaktivitäten.

Im Mittelpunkt unserer schulischen Arbeit stehen Ausbildung, Bildung und Erziehung junger Menschen und deren Vorbereitung auf eine sich ständig verändernde Berufs- und Arbeitswelt.

Gleichzeitig fördern wir die Jugendlichen individuell, damit sie verantwortungsvoll in der Gesellschaft handeln können. Toleranz im Umgang mit Anderen, mit ihren Traditionen und Religionen sowie die Inklusion und Chancengleichheit Behinderter gehören zu unserer Schulkultur.

Inhalt

In der Berufsschule (Teilzeitbereich) wird in etwa 60 Ausbildungsberufen in folgenden Berufsfeldern ausgebildet:

  • Wirtschaft- und Verwaltung
  • Metalltechnik
  • Elektrotechnik
  • Bautechnik
  • Holztechnik
  • Farbtechnik und Raumgestaltung
  • Gesundheit und Körperpflege
  • Ernährung und Hauswirtschaft
  • Agrarwirtschaft

 

Im Teilzeitbereich werden ebenfalls Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis in Berufseingangsklassen unterrichtet, die noch berufsschulpflichtig sind. Im Vordergrund steht die Zielsetzung, fachtheoretische Grundkenntnisse zu vermitteln, die Allgemeinbildung zu fördern und die Schüler und Schülerinnen für eine Berufsausbildung zu befähigen und zu motivieren.

Im "Doppeltqualifizierenden Bildungsgang zum Erwerb der Fachhochschulreife" bietet der Teilzeitbereich der Berufsschule die Möglichkeit zusätzlich neben dem Berufsabschluss die Fachhochschulreife zu erwerben.

Im Vollzeitbereich existieren:

  • Die Berufsfachschulen für   
  - Gesundheit und Ernährung           
- Technik (Schwerpunkte: Bau-, Metall- und Elektrotechnik)
- Wirtschaft            
- Sozialwesen            
- Sozialpädagogik
- Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen  (Fachrichtung: Informationsverarbeitung und Fremdsprachen)

                   

  • Die Fachoberschulen für Wirtschaft, Technik und Gestaltung
  • Das berufliche Gymnasium mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Technik, Ernährung
  • Die Fachschulen für  
  - Bautechnik (Hochbau, Tiefbau, Bauwerkerhaltung)
- Farb- und Lacktechnik         
- Landwirtschaft
- Heilerziehungspflege

                                    

  • Die Ausbildungsvorbereitung Schleswig-Holstein (AV-SH), in der Schülerinnen und Schüler, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, auf eine Berufsausbildung oder die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit vorbereitet werden.

 

Besonderheiten sind:

  • Die Abteilungen für hörgeschädigte und körperbehinderte Schülerinnen und Schüler (BSHK)
  • Die Ausbildung im Bereich Informations- und Telekommunikationsmedien
  • Die Bezirksfachklassen für
   - Gärtnerinnen und Gärtner
- Gartenbauhandwerker und Gartenbauhandwerkerinnen   
- Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte   
- Bauzeichner und Bauzeichnerinnen   
- Elektroniker für Geräte und Systeme   
- Mechaniker und Mechanikerin für Landmaschinen und Bautechnik

 

Das Bildungsangebot der Beruflichen Schule wird durch Unterricht in den verschiedenen Werkstatt- und Laborräumen, naturwissenschaftlichen Fach- und Seminarräumen, Küchen- und Wirtschaftsräumen, in Lernbüros und Textverarbeitungsräumen sowie Außenanlagen ergänzt.Durch die sachliche, personelle und finanzielle Ausstattung wird innerhalb des Einzugsbereiches ein flächendeckendes Bildungsangebot sichergestellt. Unterstützt wird die Schule durch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Kreis Nordfriesland als Schulträger, der Handwerker- und Kaufmannschaft und Betrieben aus der Wirtschaft durch Kooperationsverträge. Mit den Dualpartnern gibt es beispielhafte Lernortkooperationen u. a. im Bereich der Kfz-Mechatroniker und der Mechaniker für Landmaschinentechnik.

Ziel unserer Schule ist es durch das Sichern von Ausbildungskernbereichen die Grundversorgung in der Region zu gewährleisten. Die Verzahnung von beruflicher Erstausbildung mit Fort- und Weiterbildung in der Beruflichen Schule ist mitentscheidend für die Entwicklung der Region.

2.1 Soziales System Schule

Der partnerschaftliche Umgang aller in der Schule Tätigen und Lernenden sowohl untereinander als auch mit außerschulischen Personen und Institutionen gehört zu den Schwerpunkten unserer pädagogischen Zielsetzung. Die Schülerinnen und Schüler sollen in einer fördernden und fordernden, menschlich guten Atmosphäre mit gegenseitiger Akzeptanz von Schülern und Lehrkräften zu Selbstbestimmung und sozialer Verantwortung befähigt werden. Ein betont schüler- und handlungsorientierter Unterricht unterstützt die Ausprägung dieser sozialen Fähigkeiten. Im Bewusstsein seiner Vorbildfunktion fördert das Kollegium soziale Kompetenz, ein tolerantes Miteinander und die Integration aller.

 

Die berufliche Schule in Husum bietet daher allen am Schulleben beteiligten Personen Schutz vor Extremismus, Rassismus, Gewalt und Diskriminierung in jeder Form. In diesem Zusammenhang wird in unserer Schule die verdeckte oder offene Zurschaustellung aller Symbole extremistischer Gesinnung nicht toleriert. Dazu zählen insbesondere die in den extremistischen Szenen verwendeten Bekleidungsmarken und Dresscodes, handschriftliche Verwendungen, Logos, Ton-/Bildträger, Bandshirts, Handyklingeltöne und Internetseiten.

 

2.2 Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern, Wirtschaft und Schule

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern soll sich nicht nur auf die vom Schulgesetz vorgesehene Arbeit im Schulelternbeirat, die vorgeschriebenen Elternabende und die Information der Eltern auf der Schulkonferenz sowie deren Teilnahme an den Zensurenkonferenzen beschränken. Sie umfasst auch folgende Maßnahmen:

  • Um das Interesse der Eltern minderjähriger Schüler am schulischen Alltagsleben zu erhöhen, müssen klassenspezifische pädagogische Themen zwischen Eltern, Schülern und Lehrern stärker diskutiert und Beschlüsse umgesetzt werden.
  • Die Arbeit des Schulelternbeirates wird deutlich herausgestellt. Im Begrüßungsschreiben erfolgt ein Hinweis zur Arbeit des Schulelternbeirates.

 

Damit in der Beruflichen Schule im Bereich der beruflichen Bildung das vielseitige Angebot erhalten werden kann, ist die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben, der Bundesagentur für Arbeit und den Kammern erforderlich. Nur so ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung für die Schülerinnen und Schüler zu verwirklichen.

Folgende Zielsetzungen bestehen:

  • Weiterer Ausbau der Kooperation mit der ausbildenden Wirtschaft.
  • Durch Hospitationen und Praktika in den Unternehmen der Region sowie vermehrte Unterrichtsprojekte zwischen Schule und Wirtschaft wird der Unterricht weiterhin praxisnäher, moderner und effizienter gestaltet.
  • Intensiver Austausch zwischen Beruflicher Schule, betrieblicher Praxis auf Ausbilderabenden, Fachkonferenzen und weiteren gemeinsamen Veranstaltungen.
  • Die Durchführung von Schülerpraktika ermöglicht es den Schülern im Vollzeitbereich, die in der Theorie erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden und sich u. U. einen späteren Ausbildungsplatz bzw. Arbeitsplatz zu sichern.

 

Die Vermittlung von Unterrichtsinhalten erfolgt zunehmend in Form von Lernfeldern. Dies erfordert mehr fächerübergreifenden Projektunterricht und führt zu verstärkter Teambildung. Diese Entwicklung verlangt eine didaktisch und methodisch abgestimmte Vorgehensweise, die in Bildungsgangskonferenzen hergestellt wird.

 

2.3 Beratungsangebote

In einer Welt der Informationsfülle und –reize lässt die Berufliche Schule in Husum ihre Schüler nicht allein. Sie werden beraten und erhalten Hilfestellung in Fragen der Schullaufbahn, der Ausbildungsplatzsuche und bei sozialen und persönlichen Problemen:

  • Jedes Mitglied des Kollegiums soll in der Lage sein, in seinem Bereich Schullaufbahnberatungen durchzuführen.
  • Informationen über Bildungsgänge der Schule, Ausbildungsbetriebe und Studienmöglichkeiten sind im Intra- und Internet abrufbar und werden ständig im Rahmen der Qualitätsentwicklung aktualisiert.
  • Die Beratungskonzeption für den Tag der „Offenen Tür“ sowie für die Vorstellung der Beruflichen Schule an Grund-, Haupt- und Realschulen und bei anderen Anlässen wird ständig aktualisiert.
  • Schülerinnen und Schüler können in Problemfällen die Suchtberater wie auch AIDS-Berater um Hilfestellung bitten.

 

2.4 Kompetenzbildung und Qualitätsentwicklung

Für die berufsbildende Schule spielt die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte eine wichtige Rolle. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Ausbildungsinhalte mit den Veränderungen in der beruflichen Praxis Schritt halten. Neben dieser Kompetenzbildung steht die Entwicklung eines innovationsfreundlichen sozialen Schulklimas im Vordergrund.

Zur Realisierung dieser Ziele gehören die folgenden Maßnahmen:

  • Verstärkte Zusammenarbeit im Kollegium
  • Förderung des Teamgedankens im Kollegium
  • Weiterentwicklung einer angenehmen Schulatmosphäre
  • Weiterentwicklung des Ausbildungskonzeptes für die Lehrkräfte in Ausbildung
  • Einrichtung eines „Trainingsraumes für soziale Verantwortung“
  • Weiterentwicklung der bestehenden Kompetenzkreise und Förderung neuer Kreise z.B.:
   - Bautechnik (Hochbau, Tiefbau, Bauwerkerhaltung)
- Kompetenzkreis für IT-Dienste und Medien        
- Kompetenzkreis für Energiesparmaßnahmen        
- Kompetenzkreis Ökoaudit

  • Weiterentwicklung der schulinternen Lehrerfortbildung (Forbihus)
  • Angebot von zusätzlichen Qualitätsbausteinen in den verschiedenen Ausbildungsberufen: z.B. Versicherungsmodul für Auszubildende im Ausbildungsberuf Bankkauffrau/Bankkaufmann
  • Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des IQSH, des Handwerks, der Industrie und anderer Anbieter
  • Supervision im Kollegium
  • Veranstaltung von Workshops
  • Öffnung der Schule (Tag der Offenen Tür, Besuche anderer Schularten)
  • Öffnung des Unterrichtes durch den Einsatz externer Experten

 

2.5 Ausbildungsteam

Die Berufliche Schule in Husum ist Ausbildungsschule und trägt zur Sicherung der Ausbildungsqualität und des Lehrernachwuchses bei. Das Ausbildungsteam unserer Schule befasst sich mit der Weiterentwicklung des Ausbildungskonzeptes. Es unterstützt die Lehrer in Ausbildung und die Ausbildungslehrer in der 2. Phase der Lehrerausbildung. Es werden pädagogische und methodische sowie ausbildungsrelevante Fragestellungen im Team diskutiert, das von einem/r Ausbildungskoordinator/in geleitet wird.

Bei der schulischen Fort- und Weiterbildung wird die Zusammenarbeit  mit den Betrieben angestrebt. 

 

2.6 Arbeits- und Kompetenzkreis IT-Dienste und -Medien (AKK-IT-DM)

Der Arbeits- und Kompetenzkreis IT-Dienste und –Medien (AKK-IT-DM) an unserer Schule hat das Ziel, die vorhandene Informations- und Kommunikationstechnologie unserer Schule weiter zu entwickeln. Dadurch sollen die Prozesse des schulischen Lehrens und Lernens unterstützt und verbessert werden.

Technische Lösungen sollen dabei auf die schulischen Bedürfnisse abgestimmt werden. Dazu gehören u.a.:

  • ein E-Mail-System für Lehrkräfte,
  • eine zentrale Datenhaltung mit privaten und gruppen- und klassenbezogenen Arbeitsbereichen, die standortunabhängig erreichbar sind,
  • ein schulisches Informationsportal mit leistungsfähiger Suchfunktion,
  • ein pädagogisch optimierter Internet-Zugang für die Lernenden.

 

2.7 Europaschule

Unsere Schule setzt sich das Ziel, Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile gegenüber Menschen anderer Länder und Kulturen abzubauen. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen im 20. Jh. gilt es, die friedensschaffende und erhaltende Bedeutung der europäischen Einigungsbemühungen für die Schülerinnen und Schüler bewusst zu machen und weiter zu entwickeln.

Dies soll einerseits vor Ort durch die Integration unserer ausländischen Schülerinnen und Schüler, andererseits durch die Teilnahme an projektorientierten Austauschprogrammen geschehen, um so den europäischen Gedanken an unserer Schule zu stärken. Sprachen wie Englisch, Französisch, Spanisch und Dänisch, aber auch Plattdeutsch, werden an unserer Schule besonders gefördert. Das Erlernen von Sprachen und deren Verwendung bei der Begegnung vor Ort macht die Schülerinnen und Schüler empfänglicher für den Gedanken eines gemeinsamen Europas.

Als Europaschule verpflichtet sich die Berufliche Schule, die europäische Bildung als durchgehendes Unterrichtsprinzip umzusetzen. Um dieses zu gewährleisten, ist ein europäisches Kerncurriculum für die Schule auf der Grundlage der bestehenden Lehrpläne zu erstellen. Des Weiteren werden in den unterschiedlichen Bildungsgängen europäische Schulpartnerschaften aufgebaut. Das Fremdsprachenangebot gilt es auszubauen, um so die Fremdsprachenkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Mit dem bilingualen Unterricht am Beruflichen Gymnasium in den Schwerpunkten Technik und Wirtschaft und der Ausweitung des Fremdsprachenunterrichts im Einzelhandel hat die Berufliche Schule in Husum den ersten Schritt getan.

Die Mitarbeit an europabezogenen Projekten ist ein Teil unserer Maßnahmen, die den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse über die Europäische Union vermitteln und die durch die Europäische Union gebotenen Chancen und Möglichkeiten aufzeigen sollen. Dies gilt z.B. in Bezug auf das Recht, überall in Europa leben und arbeiten zu können.

Die Durchführung von Auslandspraktika der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der schulischen Ausbildung z.B. bei den kaufmännischen Assistenten wird gefördert. Der Besuch europäischer Institutionen sollte in die Planung für Klassenfahrten aufgenommen werden. 

 

2.8 Einrichtungen und Veranstaltungen

Zu unserem pädagogischen Profil gehören sowohl schulische Veranstaltungen, Exkursionen, Feiern und Feste als auch Arbeitsgruppen der Schüler und der Lehrer, die das soziale Lernen unterstützen und die die Zusammengehörigkeit von Schülern, Lehrern, Eltern und Betrieben fördern.

Folgende Aktivitäten können dazu beitragen:

  • Lernberatung
  • Förderunterricht für leistungsschwache Schüler
  • Eltern- und Ausbildergespräche
  • Besuch von Firmen und Einrichtungen
  • Klassenfahrten, Exkursionen
  • Projekttage und –wochen
  • Entlassungsfeiern, Schulfeste, Jubiläumsveranstaltungen
  • Schulsporttag, Sportturniere
  • Arbeitsgemeinschaften (z.B. Volleyball-AG, Fußball-AG)
  • europäische Schulpartnerschaften
  • Kulturleben (z.B. Theater- und Konzertbesuche) sowie Veranstaltungen durch den Förderverein der Schule
  • Schülerzeitung
  • Mittagstisch

 

Förderverein an der BS-Husum

Seit über 20 Jahren existiert an der Schule ein Förderverein, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Berufliche Schule und deren Schülerinnen und Schüler ideell und finanziell zu unterstützen. Schwerpunkte der Tätigkeit sind u.a.

  • Unterstützung bei Klassenfahrten, bei Projekten, bei Schülerarbeitsgemeinschaften
  • Unterstützung der Suchtbeauftragten, Drogenberatung und Suchtprävention an der Schule
  • Förderung von Theatervorstellungen und -besuchen sowie von Dichterlesungen

3.1 Integration von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen

Unter dem Aspekt der Chancengleichheit werden Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet, wenn die Behinderungen dies zulassen und entsprechende technische und räumliche Bedingungen erfüllt sind.
Die in diesen Klassen unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer müssen zielgerichtet für die Besonderheiten der jeweiligen Behinderung sensibilisiert werden. Nur so können sie allen Schülerinnen und Schülern gleiche Lernchancen geben.
Außerunterrichtliche Veranstaltungen sollen verstärkt genutzt werden, um behinderte Schüler in das Schulleben zu integrieren.  

 

3.2 Abteilung für Hörgeschädigte und Körperbehinderte

In diesen Abteilungen werden über 500 Rehabilitanden des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerkes beschult. Sie werden in rund 30 Ausbildungsberufen ausgebildet bzw. in berufsvorbereitenden Maßnahmen zur Berufsreife geführt. Außerdem besuchen einige externe Auszubildende aus Schleswig-Holstein und Hamburg diese Abteilungen.
Die meisten behinderten Auszubildenden werden in berufsbezogenen Klassen unter Berücksichtigung ihrer Behinderung beschult.
Die Ziele sind:

  • Barrierefreiheit für behinderte Schülerinnen und Schüler.
  • Eine vollwertige Berufsausbildung behinderter Jugendlicher, damit diese gleichberechtigt am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
  • Der Ausgleich von Behinderungen.
  • Die Begleitung der Auszubildenden auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.

 

Voraussetzung dafür sind eine angemessene räumliche und technische Ausstattung, ausreichende Zeit sowie der Abbau von Kommunikationsbarrieren im Umgang mit hörgeschädigten Jugendlichen. Dazu gehört z. B. der Einsatz der Deutschen Gebärdensprache (DGS) bei gehörlosen Schülerinnen und Schülern.

4.1 Unterrichtsziele

Es wird angestrebt, den Schülerinnen und Schülern Schlüsselqualifikationen und Werte zu vermitteln, z.B.

  • fachliche Kompetenz
  • Selbstständigkeit
  • Teamfähigkeit
  • kommunikative und fremdsprachliche Kompetenz
  • Kompetenzen in der digitalen Welt
  • Toleranz allen Mitmenschen gegenüber 
  • respektvoller Umgang miteinander

 

4.2 Inhalte, Methoden, Organisation des Lernens

Die Schülerinnen und Schüler sollen eine zukunftsweisende Ausbildung erhalten, um ihnen später eine dem Beruf angepasste Weiterbildung zu ermöglichen.

Dazu gehören:

  • Stärkere Förderung des eigenständigen Lernens
  • Größere Methoden– und Medienvielfalt durch die Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Handlungsorientiertes Arbeiten in Lernfeldern
  • Anpassen der Klassenräume an die Ausbildungserfordernisse
  • Kompetenzbildung in Fachräumen und Werkstätten
  • Zusammenarbeit mit Ausbildungsfirmen über technische Entwicklungen und Trends

 

Zum Selbstverständnis unserer Schule gehört es, schwächere Schüler beim Erwerb qualifizierter Abschlüsse zu unterstützen. Aus diesem Grund wird neben unterrichtlicher Differenzierung der Kontakt zu anderen Institutionen wie Jugendhilfe, Jugendverbänden oder den Agenturen für Arbeit gepflegt. Bei auftretenden Problemen kann z. B. durch ausbildungsbegleitende Maßnahmen ein Ausbildungserfolg ermöglicht werden.  

 

4.3 Benachteiligtenförderung

Der „Arbeitskreis Benachteiligtenförderung“ will gemeinsam mit den verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen im Kreis Nordfriesland die berufliche und soziale Integration benachteiligter Jugendlicher fördern und verbessern. Um den lernbereiten Schülerinnen und Schülern ein ungestörtes Weiterarbeiten in ihrem Klassenraum zu ermöglichen, wird für Schüler, die sich nicht an die Regeln der Klasse halten, ein „Trainingsraum für soziale Verantwortung“ eingerichtet. In diesem müssen sie unter fachlich kompetenter Hilfe daran arbeiten, ihr Sozialverhalten zu verbessern.Hierdurch soll erreicht werden, dass die Jugendlichen wieder mehr Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen und sich später in die Gruppe, die Klasse und die Gesellschaft besser integrieren können. So könnte letztendlich Gewalt und ausweichendes Verhalten minimiert werden.
Schülerinnen und Schüler mit Defiziten sollen gefördert werden.

5.1 Umweltmanagement

Seit 2001 kontrolliert und verbessert die Schule ihre Umweltauswirkungen durch ein Umweltmanagementsystem entsprechend dem auch in Unternehmen angewendeten (Economic Management Audit System) EMAS. Das Umweltmanagement wird getragen von der Umweltrunde, bestehend aus Vertretern aller Abteilungen, einem Vertreter der Schulleitung sowie den Hausmeistern, die sich im Sinne der Nachhaltigkeit mit Fragen der Erfassung, der Analyse und der Reduzierung der Umweltauswirkungen der Schule beschäftigt.

Bei Bau- und Sanierungsvorhaben werden von der Umweltrunde Vorschläge für umwelt- und ressourcenschonende Maßnahmen eingebracht. Die Umweltrunde erstellt jährlich ein Umweltprogramm und evaluiert dessen Umsetzung. Zudem wird jedes Jahr ein internes Umweltaudit durchgeführt.

Die Ziele im Einzelnen:

  • Die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Aspekte der Ökologie
  • Das Auffinden von Ressourcen in den Bereichen Strom, Wasser, Heizungsenergie und Materialverbrauch
  • Die Realisierung von ökologisch-pädagogischen Projekten und Maßnahmen
  • Das Entwickeln und Umsetzen von Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit

 

5.2 Energiesparteam „e-team“

Im Energiesparteam (e-team) arbeiten Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler an der Verringerung des unnötigen Ressourcenverbrauches, d.h. von elektrischer Energie, Heizenergie und Wasser. Das geschieht einerseits durch Aufklärungsmaßnahmen unter Schülern und Lehrern wie z. B. durch „Energiesparwettbewerbe“ u. ä., zum anderen aber auch durch die Entwicklung und Umsetzung konkreter technischer Maßnahmen in Abstimmung mit der Schulleitung und den Hausmeistern.

Das e-team informiert sowohl das Kollegium als auch Schülerinnen und Schüler über die Anwendung und Nutzung der immer komplexer werdenden Haustechnik und macht bei Bedarf Vorschläge zu deren Optimierung.

Die jährliche Gesamtauswertung der monatlich erfassten Verbrauche durch das e-team bildet die Grundlage für die finanzielle Förderung durch den Schulträger. Die erfassten und ausgewerteten Daten können zur Verwendung im Unterricht abgerufen werden.

Die Arbeitsbedingungen für Schülerinnen und Schülern sowie für die Lehrkräfte sollen kontinuierlich verbessert werden. Dabei hat sich die Berufliche Schule in besonderer Weise der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz verschrieben und sieht dies als Präventionsaufgabe an.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und die Sicherheitsbeauftragten wirken unterstützend und beratend im Schulgeschehen mit, um den Präventionsgedanken als Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages weiter zu entwickeln.

Durch eine gute, zeitgemäße und behindertengerechte Ausstattung und eine angenehme Atmosphäre in den Gebäuden erhöht sich die Konzentration auf die pädagogische Arbeit, in der sich Schüler sowie Lehrer in einer offenen Unterrichtsatmosphäre bestmöglich entfalten und entwickeln können.

 

Zur Realisierung dieses Ziels gehören die folgenden Maßnahmen:

A: Die Verbesserung der räumlichen und medialen Ausstattung durch:

  • Verbesserung der Ausstattung der Klassenräume (ergonomischeres Mobiliar, Licht/Heizung/Lüftung, Farbe, Ablagemöglichkeiten, PCs mit Internetzugang)
  • Einrichtung von Metaplanräumen sowie von Räumen für Gruppenarbeit bzw. für handlungsorientierten Unterricht
  • Kontinuierliche Erneuerung der Ausstattung der Fachräume, insbesondere der PC-Räume, sowie Aktualisierung der vorhandenen Medien
  • Wartung und Reparatur der eingesetzten Geräte und Netze durch eine Fachkraft
  • Regelmäßige und abteilungsübergreifende Information über die an der Schule vorhandenen bzw. neu angeschafften Geräte und Medien (Mediensammlung).

 

B: Die Verbesserung der Atmosphäre und der Arbeitsmöglichkeiten durch:

  • Schaffung von mehr Sitzgelegenheiten auf den Pausenhöfen und außerhalb der Klassenräume
  • Schaffung eines Witterungsschutzes auf den Pausenhöfen
  • Umgestaltung der Aufenthaltsräume an den Kiosken
  • Einrichtung einer Cafeteria als schulischem Treffpunkt
  • Einrichtung einer Schülerbücherei
  • Erweiterung der Zugangsmöglichkeiten zu Schule und Sportstätten sowie der Nutzungsmöglichkeiten von PCs und Internet für Lehrer und Schüler auch in den Pausen

Die Berufliche Schule Husum ist vielgestaltig, leistungsfähig und innovativ. Sie bereitet ihre Schülerinnen und Schüler auf die stetigen gesellschaftlichen Veränderungen vor, die auf die Schüler zukommen. 

Ein leistungs- und wertegebundener Unterricht kann sich an der Beruflichen Schule Husum auch zukünftig nur wirksam entfalten, wenn Freiheit, Initiative, Leistungswille und Mitwirkungsmöglichkeiten aller am Schulleben Beteiligten gewährleistet sind.
Die Zukunft der Beruflichen Schule Husum liegt in ihrer Selbständigkeit. Sie benötigt deshalb Planungs- und Gestaltungsfreiheit.

Sie muss - unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben - das gefächerte Bildungsangebot nach Quantität und Qualität unter Berücksichtigung der regionalen Bedürfnisse erhalten und ausbauen.

Im Interesse einer ortsnahen Ausbildung werden sich Lehrerschaft, Schulleitung und Verwaltung auch weiterhin dafür einsetzen, ein breit gefächertes und zukunftsorientiertes Spektrum an Ausbildungsberufen und weiterführenden Schulformen anzubieten. Wenige große und spezialisierte Ausbildungszentren mit langen Anfahrtswegen oder gar Internaten können im Flächenstaat Schleswig-Holstein nicht unser Ziel sein. Neue Bildungsangebote und Dienstleistungen müssen entwickelt und angeboten werden.

Dazu gehören neben einer bedarfsgerechten Sachmittelausstattung qualifizierte Lehrkräfte sowie genügend nichtpädagogisches Personal. Übergreifende Zusammenarbeitsformen mit anderen Schulen, Firmen, Innungen und Kammern sind nach dem Grundsatz des beiderseitigen Vorteils zu intensivieren.

 

Durch ein vertrauensvolles Schulklima, zeitgemäße Pädagogik und attraktive berufliche Bildungsangebote wird sich die Berufliche Schule Husum auch in Zukunft leistungsorientiert regional und überregional präsentieren.

Gesundheit und Sicherheit ist für alle Beteiligten in der Beruflichen Schule Husum eine Präventionsaufgabe.Zum einen muss für das Personal in der Beruflichen Schule Husum Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit gewährleistet werden; zum anderen sind auch Auszubildende, Schüler und Jugendliche, die in unserer Einrichtung betreut, ausgebildet, erzogen und gefördert werden, vor Gesundheits- und Unfallgefahren zu schützen.
Vor dem Hintergrund des Präventionsgedanken wurde die Grundsatzerklärung als Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages verfasst.
Diese Erklärung wurde auf der Schulkonferenz am 19.01.2012 einstimmig verabschiedet. Gesundheitsschutz bei der Arbeit ist ein besonderes Ziel dieser Schule.

 

Grundsatzerklärung der Beruflichen Schule in Husum

  1. Als Berufliche Schule bekennen wir uns in vollem Umfang zu unserer  Verantwortung für die Gesundheit an dieser Bildungseinrichtung. Alle  sind verpflichtet, diese Verantwortung intensiv wahrzunehmen.
  2. Es werden die Rahmenbedingungen für ein gefahrloses Arbeiten geschaffen. Die arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren werden verringert.
  3. Die erforderlichen Mittel  werden im Rahmen der Möglichkeiten des Schulhaushaltes zur Verfügung gestellt.
  4. Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit werden regelmäßig überprüft,  verbessert und in der Lehrerkonferenz vorgestellt.
  5. Alle berücksichtigen den  Arbeits-  und  Gesundheitsschutz  bei der Planung,  Vorbereitung, Durchführung und Erfolgskontrolle ihrer beruflichen Tätigkeit.
  6. Wir müssen gemeinsam Anstrengungen unternehmen, die Ziele der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes auch im eigenen Interesse bei unserer Arbeit zu verwirklichen. Dazu ist es erforderlich, unser eigenes Verhalten ständig zu überprüfen und aus erkannten Fehlern die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

 

Husum 2012-01-19

Schulleiter

Personalrat

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Schwerbehindertenbeauftragter

Gleichstellungsbeauftragte

Informationen zum Logo der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland in Husum.