Informationen zur Fachschulausbildung Bautechnik

Die Fachschule für Bautechnik in Husum bietet seit 1966 eine fundierte Aufstiegsweiterbildung von Facharbeitern/-innen zum/zur „Staatlich geprüften Techniker/in“ in unterschiedlichen Fachrichtungen an. „Aus Tradition mit Blick in die Zukunft Neues gestalten“ ist die Maxime der fünfzigjährigen Erfolgsgeschichte, die auch im neuen Jahrtausend weitergeschrieben wird.

Die Anforderungen an die Bauausführungen sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgrund neuer Entwurfskonzepte, Baukonstruktionen, Bauverfahren und Baustoffe gestiegen. Gleichzeitig werden seitens der Politik höhere Anforderungen an das Bauen gestellt. Durch die politisch gewollte „Energiewende“ und aufgrund des demographischen Wandels sowie der Forderung, nachhaltig zu bauen, werden deutlich höhere Anforderungen an Planer und ausführende Unternehmen gestellt.

Um diesen hohen und umfangreichen Anforderungen gerecht werden zu können, braucht die Baubranche heute und in Zukunft entsprechend weitergebildete Fachkräfte. An der Fachschule für Bautechnik in Husum werden Sie zu einer solchen Fachkraft praxisorientiert weitergebildet! Sie haben bereits berufliche Erfahrungen durch Ihre Berufsausbildung und anschließende berufliche Tätigkeit auf der Baustelle erlangt. Ausgehend von dieser fachlich wertvollen und soliden Grundlage begleiten wir Sie zwei Schuljahre auf Ihrem Weg zu einem neuen beruflichen Aufgabenfeld.

Der/die „Staatlich geprüfte Techniker/in“ ist eine gehobene Fachkraft, die aufgrund der umfassenden praktischen und theoretischen Ausbildung befähigt ist, den fachlichen Anforderungen in den verschiedenen beruflichen Schwerpunkten von Hochbau, Tief- und Straßenbau sowie Bauwerkerhaltung gerecht zu werden und an verantwortlicher Stelle am Unternehmenserfolg mitzuwirken.

Er/sie findet ein Wirkungsfeld … 

  • im mittelständischen Bauhandwerk,
  • in der Bauindustrie,
  • bei Liegenschaftsverwaltungen,
  • bei Wohnungsbaugenossenschaften,
  • in Planungs- und Ingenieurbüros,
  • bei bautechnischen Dienstleistern,
  • in geotechnischen oder baustofftechnischen Laboren,
  • bei Baubehörden,
  • in der Baustoffindustrie (Anwendungstechnik),
  • in Transportbeton- oder Fertigteilbetonwerken
  • oder im Baustoffvertrieb/-handel.

Aufgrund der fundierten Fortbildung sind die Absolventen für vielfältige Aufgaben in der Planung, im Baubetrieb und in der Betriebsführung/-verwaltung in Unternehmen einsetzbar.

Die möglichen Tätigkeitsfelder erstrecken sich über …

  • Entwurfs- und Planungsphasen,
  • Ausarbeitung von Konstruktionsdetails,
  • Ausschreibung, Abrechnung und Vergabe,
  • Bauleitung,
  • den Umgang mit alter Bausubstanz
  • und den zeitgemäßen Denkmalschutz.

Der/Die „Staatlich geprüfte Techniker/in“ ist in der Bauwirtschaft besonders gefragt, da es sich bei den Absolventen um fertig ausgebildete Baufacharbeiter/-innen mit Gesellenbrief (z.B. Maurer/in, Zimmerer/in, Straßenbauer/in etc.) und mit zum Teil mehrjähriger baupraktischer Erfahrung handelt.

Wir können auf eine dauerhaft erfolgreiche Vermittlung unserer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein und darüber hinaus von mindestens 95% zurückblicken.

Mit der Weiterbildung wird insbesondere eine solide Basis für die selbstständige Berufsperspektive vermittelt, da der/die „Staatlich geprüfte Techniker/in“ gemäß der Landesbauordnung des Landes Schleswig-Holstein eine im Umfang eingeschränkte Bauvorlageberechtigung erhält.

Der Abschluss zum/zur „Staatlich geprüften Techniker/in“ steht im deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf dem Niveau 6 und damit auf gleicher Kompetenzstufe wie ein Absolvent mit Bachelorabschluss.

An der Fachschule für Bautechnik in Husum können Abschlüsse in den angebotenen drei Vertiefungsrichtungen erreicht werden:

  1. Staatlich geprüfter/e Techniker/in „Hochbau“
  2. Staatlich geprüfter/e Techniker/in „Tief- und Straßenbau“
  3. Staatlich geprüfter/e Techniker/in „Bauwerkerhaltung“

Mit bestandener Prüfung erhalten die Absolventen auch die „Allgemeine Fachhochschulreife“, die sie berechtigt, ein Studium an allen Fachhochschulen aufzunehmen oder sich zu einem fachgebundenen Hochschulstudium an allen Hochschulen oder Universitäten einzuschreiben.

Mit dem Abschluss wird Ihnen i.d.R. auch der fachtheoretische Teil (Teil II: Fachtheorie) der Meisterprüfung im erlernten Gesellenberuf anerkannt. Das gilt auch für den Teil III (Teil III: Kauffrau/Kaufmann im Handwerk) und dem Teil IV (Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik) der Meisterprüfung.

Folgende zusätzliche Prüfungen und Bescheinigungen können im Laufe der Weiterbildung erworben werden:

  • Prüfung zum Energieberater nach DENA-Kriterien (kostenfrei)
  • Prüfung „Arbeitsschutzrechtlicher Kenntnisse“ gemäß Anhang B der RAB 30 (Geeigneter Koordinator für Arbeitsschutz auf Baustellen)
  • Prüfung zur/zum „Kauffrau/Kaufmann im Handwerk“ bei der Handwerkskammer (kostenpflichtig)
  • Prüfung für „Berufs- und Arbeitspädagogik“ („Ausbildung der Ausbilder“ -> AdA-Schein) bei der IHK (kostenpflichtig)
  • Bescheinigung über die Grundausbildung an vollelektronischen Vermessungsgeräten
  • Bescheinigung über die Grundausbildung an einem Blower-Door-Gerät
  • Bescheinigung über die Grundausbildung an einer Wärmebildkamera
  • Bescheinigung über die Grundausbildung in CA3D (Tief- und Straßenbau, Hoch- und Ingenieurbau)
  • Bescheinigung über die Grundausbildung an einer AVA-Software
  • in Vorbereitung: Bescheinigung über die Grundausbildung an einer Kalkulationssoftware
  • Bescheinigung über die Grundausbildung an einer Tragwerksplanungssoftware
  • Bescheinigung über die Grundausbildung an einer Energieberatersoftware

Grundlage für das Fachschulkonzept ist die aktuell geltende Fachschulverordnung des Landes Schleswig-Holstein.

In diesem Konzept werden die fachtheoretischen Inhalte über Lernfelder vermittelt, die es ermöglichen, ganze Handlungsstränge fachdisziplinübergreifend abzubilden. Lernfeldunterricht bedeutet: Lernen an einem realitätsnahen Modell mit bautechnischer Problemstellung. Die Handlungsorientierung soll im Mittelpunkt des didaktischen Konzeptes stehen.

Welche Lernfelder für die Fachschule Bautechnik formuliert sind, kann der Lernfeldmatrix und den Lernfeldbeschreibungen entnommen werden.

Die Dauer der Weiterbildung in Vollzeit ist auf zwei Jahre angelegt und in zwei Phasen gegliedert:

1. Jahr   -> Grundlagenbezogener Lernbereich                 (34 Unterrichtsstunden/Woche)

2. Jahr   -> Schwerpunktbezogener Lernbereich               (27 Unterrichtsstunden/Woche)

Dazu kommt der Bereich „Wahlpflicht“ mit verschiedenen Unterrichtsinhalten, die sich nicht an die Lernfelder koppeln lassen.

Die „Allgemeinbildenden Fächer“, die zur Erreichung der „Allgemeinen Fachhochschulreife“ notwendig sind, werden z.T. lernfeldbegleitend unterrichtet oder in Stunden gesondert ausgewiesen.

Der Unterricht im 1. Jahr ist für alle Teilnehmer/-innen einheitlich gemäß Stundenplan geregelt. Im 2. Jahr können Sie sich für eine schwerpunktbezogene Fachrichtung entscheiden, zu der sich neben speziellen Pflichtfächern auch Wahlpflichtfächer gehören können. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt 'Lernfelder und Prüfungsfächer'.

Die Schulwoche hat 5 Tage. Der Unterricht beginnt an den Schultagen regelmäßig um 7.45 Uhr und dauert regulär bis 14.30 Uhr.

Es besteht für alle Weiterbildungsteilnehmer eine Anwesenheitspflicht!

Die Ferienordnung richtet sich nach den Ferienzeiten für das Land Schleswig-Holstein an den Pflichtschulen sowie den bundesweit gesetzlich festgelegten Feiertagen.

Die Prüfungen werden in einer kompakten Prüfungswoche zum Ende der Weiterbildung abgenommen. Die Inhalte ergeben sich als Querschnitt aus den Lernfeldern. Die Prüfungsdauer richtet sich nach Schwerpunkt und gewichtetem Prüfungsinhalt (maximal 240 Minuten). Es werden drei Prüfungen aus den Lernfeldern und eine Allgemeinbildende Prüfung (Mathematik) geschrieben.

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im folgenden Abschnitt: Lernfelder und Prüfungsfächer.

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Unterrichtsräume/EDV

Die Unterrichtsräume sind für den Einsatz moderner Unterrichtsmedien sehr gut gerüstet. In den Klassenräumen sind Beamer, Dokumentenkamera und W-LAN nutzbar.

Im EDV-Raum stehen ein Beamer, 30 PCs (Upgrade 2016) und ein DIN A0–Scanner/Plotter mit entsprechender Software den Teilnehmern/-innen der Fachschule Bautechnik auch nach dem Kernunterricht zur Verfügung.

  

Bibliothek

Für bautechnische Recherchen können die Weiterbildungsteilnehmer/-innen auf eine umfangreiche Präsenzbibliothek (ca. 800 Einzeltitel rund um das Bauen), auf diverse Baufachzeitschriften und auf eine Datenbank mit sortierten Informationen im pdf-Format zurückgreifen.

 

Bauphysik

Zur Vermittlung von bauphysikalischen Fragestellungen stehen verschiedene Versuche, eine Wärmebildkamera, ein Luftbewegungsmesser und ein Blower-Door Messsystem zur Verfügung.

 

Vermessung

Zur Unterstützung des Vermessungsunterrichtes stehen - neben der vermessungstechnischen Grundausstattung - vollelektronische Bautachymeter, GPS-Handrover und 3D-Distanzmesser zur Verfügung.

 

Tief- und Straßenbau

Geplant: Anschaffung eines dynamischen Lastplattendruckversuchs.

 

Software

Das EDV-Labor ist zur Zeit mit leistungsfähiger Software für verschiedenste Bauaufgaben bestückt. Eine Auswahl lässt sich wie folgt benennen:

  • Hottgenroth (Energieberatung)
  • PSI-Therm (Wärmebrückennachweis)
  • Autocad Civil 3D (Tief- und Straßenbau)
  • Vicado 3D (Hoch- und Ingenieurbau)
  • MB-Soft Tragwerksberechnung (Statik)
  • RIB, ORCA (AVA) usw.

Projektarbeit

Das Unterrichtskonzept für die Lernfelder sieht vor, dass zu festgelegten Unterrichtsphasen „Projekttage“ durchgeführt werden, in denen die Weiterbildungsteilnehmer/-innen an umfangreicheren Aufgaben in Einzel- oder Teamarbeit durch das Lehrpersonal begleitet werden. Am Ende der Projektphase steht eine Präsentation der Ergebnisse vor dem Plenum und eine Abschlussarbeit zur Projektaufgabe.

 

Praktika

Ausgewiesene Praktikazeiten innerhalb der Kernunterrichtszeit kann es aufgrund der umfangreichen Themen, die im Weiterbildungszeitraum von knapp zwei Jahren vermittelt werden müssen, nicht geben. Die Praktika sind daher in der unterrichtsfreien Zeit zu absolvieren. Wir empfehlen dringend Zeiten für Praktika einzuplanen. Denn auf diesem Wege ist es Ihnen möglich, viele Eindrücke aus unterschiedlichen Betrieben und Arbeitsfeldern zu bekommen. Dies erleichtert die anschließende Bewerbungsphase, da Sie besser beurteilen können, in welchen Bereichen Sie tätig sein möchten. 

Die Weiterbildung an der Fachschule für Bautechnik selbst ist kostenlos! Für Lehrmittel (Notebook und Speichermedien) und Bücher sind ca. 1.000,- Euro anzusetzen. Die Anschaffung eines eigenen Notebooks ist eine Voraussetzung, auf die ein zeitgemäßer Unterricht nicht verzichten kann. Diese Kosten sind - sofern die Voraussetzungen gegeben sind - steuerlich absetzbar.

Während der Weiterbildung werden Exkursionen durchgeführt. Die Kosten für die Exkursionen sind vom Teilnehmer/von der Teilnehmerin selbst zu tragen.

Die Weiterbildung ist voll anerkannt und uneingeschränkt förderfähig. Je nach individueller Voraussetzung stehen folgende Wege zur Verfügung:

  • Aufstiegs-BAföG
  • Programm der Investitionsbank S-H
  • Rentenversicherung
  • Berufsgenossenschaft
  • Bundesförderungsdienst (für Zeitsoldaten/-innen)

Die Bundeswehr stellt Zeitsoldaten/-innen mit absehbar auslaufenden Verträgen ein Fortbildungskontingent für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Interessenten/-innen der Bundeswehr können sich an der Fachschule für Bautechnik bewerben, wenn Sie einen Gesellenberuf im Baugewerbe vor oder während der Dienstzeit erlernt haben.

Die Bewerber/-innen der Bundeswehr brauchen keine Praxiszeiten im Gesellenberuf vorweisen!

Zulassung (nach aktuell geltender Fachschulverordnung)

An der Fachschule für Bautechnik kann aufgenommen werden, wer … 

  • den Sekundarabschluss I (Mittleren Schulabschluss oder ein diesem gleichwertigen Schulabschluss) nachweisen kann und
  • eine abgeschlossene berufliche Erstausbildung (Gesellenbrief) nachweisen kann und
  • mindestens ein Jahr sozialversicherungspflichtig in seinem erlernten Gesellenberuf gearbeitet hat und
  • ein Berufsschulabschlusszeugnis über die berufliche Erstausbildung im Gesellenberuf vorlegen kann.

 

Einzelfallregelung

  • Wenn ein/e Bewerber/-in abweichend vom o.g. einen guten Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (Hauptschulabschluss) und eine gute Erstausbildung vorweist, muss er/sie eine mindestens 7-jährige Berufspraxis im Gesellenberuf vorweisen. Ist das der Fall, kann über das Ministerium des Landes Schleswig-Holstein eine Einzelfallentscheidung herbeigeführt werden.

  • Wenn ein/e Bewerber/-in zwar ein Berufsschulabschlusszeugnis, aber keinen Gesellenbrief vorweisen kann, muss eine mindestens durchgängig 5-jährige Praxiszeit in einem Beruf des Bauhauptgewerbes nachgewiesen werden.

  • Wenn der/die Bewerber/-in die o.g. Voraussetzungen bis auf die notwendige Praxiszeit von einem Jahr erfüllt, kann er/sie die Fehlzeiten in der unterrichtsfreien Zeit (Ferien) während des Fachschulbesuchs in Teilzeit per Nachweis ableisten.
    Es können maximal fehlende 2 Monate per Nachweis anerkannt werden, auch wenn die Summe der Schulferienzeit einen längeren Zeitraum abbilden kann. Die Tätigkeit für den Nachweis muss zusammenhängend in dem Gesellenberuf abgeleistet werden. Ein Nebentätigkeit kann den erforderlichen Nachweis nicht ersetzen.
  • Bewerber, die eine Fachschule für Bautechnik besuchen und wechseln möchten, können das nach dem ersten Weiterbildungsabschnitt tun. Sie werden dann, wenn freie Plätze vorhanden sind, in den zweiten Weiterbildungsabschnitt übernommen.

 

Anmeldung und Bewerbungsunterlagen

Die Anmeldung für die Fachschule Bautechnik in Husum muss schriftlich erfolgen. Dazu müssen eingereicht werden:

  1. Tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
  2. Gesellenbrief (beglaubigte Kopie)
  3. Berufsschulabschlusszeugnis (beglaubigte Kopie)
  4. Zeugnis eines Mittleren Schulabschlusses (Realschulabschlusszeugnis) oder ein diesem gleichwertigen Abschluss (beglaubigte Kopie)

  5. Nachweis der erforderlichen Praxiszeiten über Sozialversicherungsnachweise und/oder Arbeitszeugnisse (beglaubigte Kopien)

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis 31.03. des jeweiligen Schuljahres eingegangen sein. Später eingehende Bewerbungen kommen auf eine Warteliste, über die dann Nachrücker ausgewählt werden. Im Nachrückerverfahren können bis maximal zu Beginn der Herbstferien des laufenden Schuljahres Schüler/-innen aufgenommen werden.

 

Es steht nur eine begrenzte Anzahl an Schulplätzen zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt nach Bewerbungseingang und Qualität der Bewerber in fachtheoretischer, aber insbesondere baupraktischer Hinsicht.

Die Ausbildung an der Fachschule Bautechnik erfüllt die Anforderungen für das Erstellen von Energieausweisen und Modernisierungsempfehlungen für Wohngebäude nach § 21 der Energieeinsparverordnung 2014. 

Die Ausbildung orientiert sich ebenfalls an den Anforderungen der DENA, sodass die Möglichkeit der Eintragung in die Liste der Energieeffizienz-Experten möglich ist. Der Eintrag in diese Liste ist notwendig, um KfW– Kredite zu beantragen. In diesem Zusammenhang steht auch die „Vor-Ort-Beratung“ entsprechend den BAFA– Richtlinien. Die Aufnahme in die Liste der von der BAFA anerkannten Energieberater kann vom Absolventen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt werden.

Für den Neubaubereich dürfen die Bautechniker im Rahmen der Landesbauordnung Schleswig – Holstein (Art. 70 und 71, Bauvorlageberechtigung) den Nachweis für den baulichen Wärmeschutz erbringen.

Die gezielte Abstimmung zwischen den Bereichen Baustoffkunde, Baukonstruktion, Bauphysik, Gebäudeaufnahme, Gebäudesystemtechnik und Technische Kommunikation (Einbeziehung der Anwendersoftware) gewährleistet eine fundierte Ausbildung, die sich an den Erfordernissen der Praxis ausrichtet. Rechts-, Förderungs- und Kosten-/Nutzenaspekte ergänzen das Konzept.

Folgende Unterrichtsanteile hinsichtlich des Energieberaters ergeben sich im Rahmen der Stundentafel und Wahlpflichtbereich überschlägig:

UnterrichtsfachWochenstunden
Summe530
Baustoffkunde80
Bauphysik, incl. Einsatz der Wärmebildkamera  und der bauphysikalischen Auswertung80
Baukonstruktion 
(Neubau und Bauen im Bestand)
130
Technische Gebäudeausrüstung 
(Heizung, Lüftung, regen. Energien)
100
Vermessung/Dokumentation
(Erfassen des Bestandes)
20
Rechtsvorschriften/Förderung/Kosten/Nutzenrechnung40

Technische Kommunikation - Projektarbeit

Im Rahmen der Technischen Kommunikation sowie Projektarbeit wird im 4. Halbjahr der Ausbildung, aufbauend auf den vorgenannten Inhalten, ein abschließender Kurs mit Hilfe der Hottgenrothsoftware: Energieberater 3D, Lüftungskonzept, Psi-Therm (Wärmebrückennachweis) erteilt.

Inhalt: Erstellung EnEV-Nachweise, KfW Neubau, KfW-Sanierung und Vor-Ort-Beratung. 

80

 

 

Ansprechpartner

StD Dipl.-Ing. (FH) Olaf Frank

Mail: fra(at)bs-husum.de

Tel.: 04841-8995-0 (Geschäftszimmer)

Tel.: 04841-8995-84

 

StR Dipl.-Ing. (FH) Dierk Jebe

Mail: jeb(at)bs-husum.de

Tel.: 04841-8995-84

Tel.: 04841-8995-82